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Ernten, trocknen und curen ohne eigenen Trockenraum

Seite 1 von 5 · zum letzten Beitrag

Archiv-Mitglied AArchiv · redaktionell

Jetzt, wo überall geerntet wird, passt das Thema.

Anleitungen dazu findet im Netz jeder.

Aber was macht man, wenn sich eben nicht alles so einrichten lässt, wie es idealerweise sein müßte?

Bei mir zieht sich die Ernte noch hin — auf eure bin ich gespannt.

WICHTIG: bitte keine Gewichte nennen.

Alles darüber hinaus ist dagegen extrem wichtig.

Nachtrag:

Angezogen habe ich im Wohnzimmer unter LED, bis der Geruch losging, danach raus auf den Balkon mit 2-3 Tagen Eingewöhnung im Halbschatten. Das hat bisher funktioniert, in 4-6 Wochen steht die Ernte an.

Im letzten Jahr lief es so:

Alles abgeschnitten, die Buds voneinander getrennt. Anschließend für 1-2 Tage in ein Trockengestell aus Gaze, mit UV-Schutz darüber.

Dann halbtrocken beschnitten und wieder geschützt zurück ins Gestell.

Das war komplett anders, als man es nachlesen kann, hat für mich aber gepasst.

Archiv-Mitglied AArchiv · redaktionell

Als UV-Schutz lag da ein Pappdeckel drüber.

Grob beschnitten, bevor es ins Curing ging — nachgearbeitet wurde später noch.

[2 Bilder nicht übernommen]

Archiv-Mitglied BArchiv · redaktionell

Welches Gestell hast du da zum Trocknen genommen?

Und wie gehst du dieses Jahr vor? Grüße

Archiv-Mitglied CArchiv · redaktionell

Jetzt kann ich deine Unsicherheit bei den 50 Gramm Eigenbedarf deutlich besser nachvollziehen.

Der übliche Weg ist ja, die Pflanze komplett zu trocknen, und genau davon war ich bei dir auch ausgegangen.

Beim Trocknen im Netz muss man darauf achten, dass die Stellen, an denen die Blüte aufliegt, ebenfalls Luft bekommen — sonst setzt sich dort Schimmel an.

Abgesehen davon ist das eine feine Lösung für alle, die keine ganze Pflanze in der Wohnung hängen haben können oder wollen.

Es gibt ja durchaus Pflanzen, die über zwei Meter hoch werden.

Archiv-Mitglied BArchiv · redaktionell

Bleibt die Frage, welcher Weg der bessere ist:

• Pflanze als Ganzes kopfüber aufhängen • Buds abnehmen und ins Netz oder etwas Vergleichbares legen

Hoffentlich komme ich überhaupt erst so weit 😂

Archiv-Mitglied DArchiv · redaktionell

Am besten funktioniert es, die komplette Pflanze kopfüber aufzuhängen. Die großen und mittleren Blätter kann man vorher schon abnehmen, um den Rest kümmert man sich beim Dry Trim.

Ideal ist langsames, schonendes Trocknen unter 20 °C bei etwa 55 % Luftfeuchte. Dazu dunkel, dann geht der Chlorophyllabbau gut voran.

Wie der Trocknungsprozess im Detail läuft, habe ich in diesem Beitrag beschrieben:

Archiv-Mitglied AArchiv · redaktionell

Die Variante, die du beschreibst, ist natürlich super.

Bei mir scheitert das komplett am Platz. Mein Trockengut wird nach oben mit Pappe lichtdicht abgedeckt und mehrmals am Tag gewendet.

Und ziemlich genau so mache ich es auch wieder. Am Zweig im Wohnzimmer zu trocknen geht nur sehr eingeschränkt, sonst müßte ich wegen des Geruchs ins Hotel ziehen.

Treibhaus, Schuppen oder Keller habe ich nicht.

Archiv-Mitglied AArchiv · redaktionell
Beim Trocknen im Netz muss man darauf achten, dass die Stellen, an denen die Blüte aufliegt, ebenfalls Luft bekommen — sonst setzt sich dort Schimmel an.

Direkt an der Küste, 100 m Luftlinie, weht praktisch immer Wind.

Über 50 % Luftfeuchte kommt es hier selten, außer es regnet.

Schimmel kann ich damit zu 99 % ausschließen.

Archiv-Mitglied CArchiv · redaktionell

Bei einer RLF unter 50 müßte man die Fächerblätter nicht einmal abnehmen — wobei das wegen der Platzfrage oben natürlich nicht für jeden gilt. Je mehr Pflanzenmasse da liegt, desto mehr Wasser verdunstet und desto höher ist die RLF direkt an der Pflanze. Auf die RLF im Raum wirkt sich das je nach Raumgröße unterschiedlich stark aus.

Feuchtigkeit ist beim Trocknen und Reifen das Alpha und Omega.

Solange die Bakterien Feuchtigkeit vorfinden, bauen sie Chlorophyll schneller ab. Das läuft auch weiter, wenn die Restfeuchte nach der Trocknung schon beim Zielwert liegt, dann eben langsamer.

Chlorophyll ist der Farbstoff der Pflanze und wirkt sich negativ auf den Geschmack des Endprodukts aus, deshalb wollen wir es in der Rauchware nicht haben.

UV-Licht soll aus THCA THC machen. Das kann aber nicht alles sein, sonst würde ja jeder sein trockenes Cannabis in die Sonne legen.

Archiv-Mitglied AArchiv · redaktionell
UV-Licht soll aus THCA THC machen. Das kann aber nicht alles sein, sonst würde ja jeder sein trockenes Cannabis in die Sonne legen.

Ich bin bekanntlich erst seit dem Gesetz dabei.

Gelesen habe ich dafür viel und mich in mehreren Foren umgesehen.

UV und zu schnelles Trocknen sollen laut dem, was ich gelesen habe, die Terpene und damit das Harz kaputtmachen.

Letztes Jahr hatte ich drei Ernten, weil meine drei Pflanzen unterschiedlich lange gebraucht haben.

Beim ersten Mal sind die frischen Blüten in Papiertüten vom Früchtestand bei EDEKA gelandet.

Danach habe ich das Netz besorgt und sie frisch hineingelegt. Schon am Tag darauf begannen sie zu schrumpeln, und ich habe wieder viel weggenommen — Stiele, neu entdeckte Blättchen und so weiter.

Anschließend kamen fast alle Zuckerblätter weg, und dann hieß es immer wieder bewegen und abwarten.

Archiv-Mitglied AArchiv · redaktionell
Ideal ist langsames, schonendes Trocknen unter 20 °C bei etwa 55 % Luftfeuchte. Dazu dunkel, dann geht der Chlorophyllabbau gut voran.

Völlig richtig — nur erklär uns und mir bitte, wie das bei einem Homegrow in einer Wohnung aussehen soll. Und damit meine ich kein Einfamilienhaus und keinen Schrebergarten.

Also her mit den Tipps: wie trockne ich geruchlos im Wohnzimmer oder auf dem Balkon?

Und wie bekomme ich dabei RLV und Temperatur hin?

Archiv-Mitglied CArchiv · redaktionell
Anschließend kamen fast alle Zuckerblätter weg, und dann hieß es immer wieder bewegen und abwarten.

Gehen dabei durch die mechanische Belastung nicht auch Terpene verloren?

Das Bild, wie du die Blüten über einem Netz durchrüttelst, erinnert mich stark an die Haschherstellung.

Also her mit den Tipps: wie trockne ich geruchlos im Wohnzimmer oder auf dem Balkon?

Ganz ehrlich: in einem Zelt mit Aktivkohlefilter.

Archiv-Mitglied AArchiv · redaktionell
Gehen dabei durch die mechanische Belastung nicht auch Terpene verloren? Das Bild, wie du die Blüten über einem Netz durchrüttelst, erinnert mich stark an die Haschherstellung.

Sicher geht etwas verloren, aber ich drehe die Buds vorsichtig und schüttle sie nicht.

Mein Gefühl sagt mir, dass trotzdem genug übrig bleibt — zumal fast alle kleinen Zuckerblättchen ohnehin weg sind.

Belegen kann ich das nicht.

Die Apotheken, die ich kenne, können keinen Test machen, und die paar Bekannten, die überhaupt mal geraucht haben, dürfen nicht probieren.

Für mich zählt: die schmerzstillende Wirkung ist da.

Archiv-Mitglied AArchiv · redaktionell
Ganz ehrlich: in einem Zelt mit Aktivkohlefilter.

Schön.

Und OHNE Zelt?

Nochmal zum Ausgangsproblem: drei Pflanzen natürlich aufgezogen, ohne Zelt und ohne Filter.

Jetzt sind wir aber beim Trocknen, und zwar ohne Klimakammer.

Archiv-Mitglied AArchiv · redaktionell
Bei einer RLF unter 50

Klar, richtig — nur geht es nicht um mich, sondern um Anbauer mit ähnlichen Problemen.

Wie, WIE also bringen wir Drei-Pflanzen-Anbauer ohne Zelt die Ernte in einen brauchbaren Zustand?

Mikrowelle: nein.

Backofen: nein.

Wie dann?????

Archiv-Mitglied DArchiv · redaktionell

Wenn die Pflanzen noch vor dem Herbst fertig werden, kann man sie auch auf dem Balkon aufhängen. Sinnvoll wäre dann, das Ganze etwas abzudunkeln, zum Beispiel mit einer Plane, und mit einem Ventilator ein wenig Luftbewegung zu erzeugen.

Wer einen Garten und darin einen Geräteschuppen hat, kann die Pflanzen dort aufhängen. Auch da wieder ein Ventilator, der indirekt für bewegte Luft sorgt.

Ich habe meine Pflanzen in einer Scheune getrocknet. Die ist weder isoliert noch geheizt, im Sommer passt das aber und reicht völlig aus.

Archiv-Mitglied CArchiv · redaktionell
Wie, WIE also bringen wir Drei-Pflanzen-Anbauer ohne Zelt die Ernte in einen brauchbaren Zustand?

Vermutlich ist dein Weg für deine Lage schon der beste.

Probier doch mal, die Stücke so groß wie möglich zu lassen. Damit sollte sich die Trocknung etwas hinziehen.

Archiv-Mitglied AArchiv · redaktionell
Probier doch mal, die Stücke so groß wie möglich zu lassen. Damit sollte sich die Trocknung etwas hinziehen.

Was ich hier schreibe, ist der Bericht eines Laien. Für Alternativen ohne eigenen Trockenraum bin ich sehr offen. Meine Ernte 2025 ist in etwa 30 Tagen fertig.

2024 sah es so aus: die grünen Buds kamen mit eigenem Stiel und mit Zuckerblättern aufs Netz, darüber ein Pappdeckel als UV-Schutz. Am Folgetag zweimal gedreht, und da standen die Zuckerblätter ab wie bei einem Tannenzapfen. Einen Tag später beschnitten und zurück aufs Netz.

Nach sechs bis sieben Tagen lag die RLF bei 60 %, und ich habe anfangs in große Gläser gefüllt. Über Nacht schoss die RLF trotz häufigem Lüften rasant auf über 70 %. Das war die Restfeuchte.

Archiv-Mitglied CArchiv · redaktionell

Daran sieht man wieder, wie wichtig die Kontrolle der RLF im Glas ist. Sieben Tage Trocknung wären bei der Ganzpflanzenmethode viel zu kurz. Bei dir hat es fürs Curen offenbar gereicht.

Magst du kurz schildern, wie es weiterging, nachdem alles im Glas war?

Und weißt du noch, wie es gerochen hat?

Ich habe gestern testweise eine Blüte der Northern Lights nach einer Woche Trocknung aufgeschnitten, der Geruch war überwältigend. Gleichzeitig habe ich gemerkt, wie viel Feuchte Richtung Stängel noch drinsteckt.

Archiv-Mitglied AArchiv · redaktionell

Mache ich gern, ich warte aber noch auf weitere Vorschläge.

Zur Ernte 2024 stelle ich noch eine Zusammenfassung rein.

Archiv-Mitglied EArchiv · redaktionell
im Halbschatten

Ohlala, gutgut — war das eine Auto? Wo in Deutschland, Nord, Süd, Ost, West?


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