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Vier Autoflower in 1,5-Liter-Töpfen: erst LED, dann Gewächshaus

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Archiv-Mitglied AArchiv · redaktionell

Jetzt geht es endlich los, mein Grow für 2026 startet.

Vorab die wichtigsten Punkte kompakt:

Sorten (alles Automatik) - geplant je eine Pflanze:

• Skywalker Haze (dutch-passion.com/de/hanfsamen/auto-skywalker…) (Skywalker Haze x Amsterdam Amnesia) - Dutch Passion

• Cinderella 99 (2fast4buds.com/de/seeds/original-cinderella-auto) (Jack Herer x Shiva Skunk) - Fast Buds

• Space Cookies (deliciousseeds.com/de/space-cookies-auto.html) (Critical Neville Haze x Delicious Cookies) - Delicious Seeds

• Super Lemon Haze (shop.greenhouseseeds.nl/medicinal-seeds/super…) (Super Silver Haze x Lemon Skunk) - Greenhouse Seeds

Vorzucht unter LED, drinnen auf der Fensterbank:

• rund zwei Wochen vorziehen

• danach raus ins Gewächshaus

• 2x 7,5W LED-Lichtleisten (mit 218 Lumen/W sehr effizient) bei 4000k Farbtemperatur

Erde samt eingemischtem Dünger und Mineralstoffen:

• gekeimt wird in Anzucht- und Kräutererde (Naturtalent)

• umgetopft wird in Universalerde (Naturtalent)

• ins untere Drittel der Erde kommt zusätzlich:

• Langzeit-Tomatendünger als Granulat

• eine kleine Menge Hornspäne

• Diabas Urgesteinsmehl

Zusätzlich über das Gießwasser:

• Brenesseljauche fürs Wachstum

• COMPO Blumendünger mit Guano als Blütedünger - NPK (4,5,6)

Topfgröße:

• Anzuchttopf mit 75ml, nur fürs Keimen

• Growtopf mit 1,5 Liter, absichtlich klein

Gegen Ungeziefer:

• Neemöl

• Brenesseljauche und Brenesselsud

Von jeder Sorte habe ich zwei Samen gesteckt, also 4 Sorten x 2 Samen und damit acht Stück. Mir reicht es, wenn pro Sorte mindestens eine Pflanze hochkommt. Gehen von einer Sorte beide auf und ich lande insgesamt über vier Pflanzen, verschenke ich jede Pflanze, die ich doppelt habe, bis ich wieder bei höchstens vier bin. Keimen insgesamt nur vier, dann ziehe ich eben das groß, was da ist, auch wenn Doppelte dabei sind. Am liebsten hätte ich die Sortenvielfalt, aber eben maximal vier Pflanzen - für mehr reicht der Platz unter der LED-Lampe nicht.

Gekeimt wird in den acht kleinen Anzuchttöpfen, danach geht es zügig in den 1,5-Liter-Endtopf. Die 1,5 Liter sind eine bewusste Entscheidung: Ich will einerseits nur kleine Pflanzen, andererseits füllen vier solche Töpfe die Fläche unter der LED-Leiste genau aus.

Sobald das Wetter draußen passt, also etwa 18°C am Tag und nachts nicht kälter als 8°C, wandern sie nach draußen ins Gewächshaus. Frühestens zehn Tage nach der Keimung, spätestens nach ungefähr 21 Tagen, weil es unter der Leiste dann zu eng wird.

Das Zubehör - Töpfe, Untersetzer, Gießkanne, Umtopfschieber und die verstellbare Halterung für die LED-Leisten - habe ich selbst konstruiert und mit dem 3D-Drucker gedruckt.

Der Schieber soll den Erdballen komplett und ohne Stress für die Pflanze aus dem Topf heben.

Die höhenverstellbare Halterung für die Lichtleisten leuchtet die Pflanzen breitflächig aus und lässt sich mit zunehmender Größe der Pflanzen schrittweise nach oben setzen und über Stifte fixieren.

Die vielen kleinen Löcher in den Töpfen belüften den Wurzelbereich gut, ähnlich wie bei Air Pots. Weil sie so klein sind, bleibt die Erde trotzdem komplett im Topf und wird nicht herausgespült.

Sind die Pflanzen gekeimt und ein Stück gewachsen, wird getoppt - obwohl das bei Automatiks eigentlich nicht empfohlen wird. Ich will kleine, eher buschige Pflanzen und nehme den Stress durchs Toppen dafür bewusst in Kauf. Maximaler Ertrag ist nicht das Ziel, in den kleinen Töpfen wäre er auch nicht drin. Mir geht es um schöne Pflanzen und gleichmäßige Buds, damit die Blüten am Ende homogen aussehen. Der Reifeunterschied zwischen Mainbud und unterem Bereich fällt so ebenfalls kleiner aus. Nach dem Motto: klein, aber fein.

Am Ende sollen die Pflanzen im Wunschbereich von 50 bis 80cm liegen, dabei rechne ich mit etwa 14-20g getrocknet pro Pflanze.

Gesät habe ich ganz unspektakulär: pro Anzuchttopf ein 5mm tiefes Loch, Samen hinein, Erde drüber schieben, vorsichtig andrücken. Die Erde im Topf war vorher schon leicht angefeuchtet, nach dem Säen habe ich von oben noch einmal leicht angegossen. Darüber kam Frischhaltefolie mit Löchern, damit die Luftfeuchte für die Keimung hoch bleibt, aber trotzdem etwas Luft ausgetauscht wird.

Jetzt heißt es vier bis acht Tage warten und hoffen, dass jede Sorte mindestens einmal hochkommt.

Die Samen lagen rund sechs Monate bei mir zuhause und davor noch unterschiedlich lange beim Händler. Mit einer besonders hohen Keimrate rechne ich nicht, ich halte grob 60% im Schnitt für eine gute Orientierung, lasse mich aber gern überraschen. Zwischen den Sorten erwarte ich große Unterschiede, weil auch ältere Genetiken dabei sind, die vielleicht schon Jahre im Lager lagen. Wenn alle Sorten keimen, wäre das toll, aber ich könnte mir vorstellen, dass bei manchen Sorten ältere Samen dabei sind. Es kann also passieren, dass von einer Sorte gar nichts kommt und bei einer anderen fast alles. Im schlechtesten Fall fallen ein bis zwei Sorten weg und am Ende läuft es doch auf einen Grow mit zwei Pflanzen derselben Sorte hinaus. Für den Notfall habe ich noch Auto Gorilla Zkittles in der Schublade.

Aber bleiben wir nicht zu pessimistisch - sich Gedanken zu machen ist gut, klappen wird es trotzdem!

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Archiv-Mitglied BArchiv · redaktionell

Was für einen 3D-Drucker hast du denn, dass der komplette Töpfe hinbekommt?

Und wie viel PPFD kommt bei 2*7,5 W LED am Ende raus?

Nachtrag: ... und das ganze Projekt sieht mal wieder ausgesprochen spannend aus!

Archiv-Mitglied AArchiv · redaktionell
Und wie viel PPFD kommt bei 2*7,5 W LED am Ende raus?

Die Reihenfolge der Werte ist: Abstand, PPFD nur LEDs, DLI nur LEDs, PPFD Tageslicht + LEDs, DLI Tageslicht + LEDs.

• 6 cm: 572, 35,0, 735, 45,0

• 7 cm: 526, 32,2, 689, 42,2

• 8 cm: 481, 29,5, 644, 39,5

• 9 cm: 439, 26,9, 602, 36,9

• 10 cm: 402, 24,6, 565, 34,6

• 11 cm: 369, 22,6, 532, 32,6

• 12 cm: 338, 20,7, 501, 30,7

• 13 cm: 313, 19,1, 476, 29,1

• 14 cm: 289, 17,7, 452, 27,7

• 15 cm: 268, 16,4, 431, 26,4

Die Lichtleisten habe ich physikalisch so realistisch wie möglich gerechnet: eine Leiste mit 48x LEDs gleichmäßig über 560mm verteilt, das Ganze doppelt für zwei parallele Leisten mit 6cm Abstand zueinander, zusammen ungefähr 3400 Lumen bei 80 CRI und 4000k Farbtemperatur. Abends, wenn die Sonne untergegangen ist, stelle ich Reflektorpappen rund um das Gestell, damit mehr Licht zurückkommt. Dafür habe ich beim LED-Licht einen Zuschlag von +6% angesetzt.

Mitte und Randbereich habe ich getrennt betrachtet und daraus einen Mittelwert gebildet. Weil viele LEDs breitflächig verteilt sind, überlappt sich das Licht, die Tiefenwirkung wird besser und "Spots" fallen weniger ins Gewicht. Deshalb ist es am Rand auch nicht wesentlich dunkler als in der Mitte. Die Töpfe stehen außerdem vollständig unter den Leisten, nach links und rechts bleibt noch etwas Headroom.

Beim Tageslicht habe ich die Südseite mit leichter Bewölkung und etwas Scheibenreflexion für Mitte April angesetzt. Grob landet man bei +10 DLI am Tag, wenn zusätzlich zu meinen Leisten noch Sonne durchs Fenster auf die Pflanzen fällt. Das passt ungefähr zu den Werten, die man im Internet für Pflanzen auf der Fensterbank am Fenster findet.

Die Leisten laufen 17 Stunden und sind 7 Stunden aus, gesteuert über eine digitale Zeitschaltuhr. Ich schlafe im selben Zimmer, daher die 7 Stunden "Nachtruhe".

Just for fun habe ich zusätzlich mit der App "PPFD Meter" gemessen. Die Ergebnisse wirken nicht völlig abwegig. Gemessen habe ich eher im Randbereich.

Da kommt insgesamt wirklich viel Licht zusammen. Mit einem ähnlichen Setup - das Lichtgestell war damals etwas kompakter - habe ich letztes Jahr sehr gute Erfahrungen gemacht.

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Archiv-Mitglied CArchiv · redaktionell

Mich interessiert vor allem, wie unterschiedlich sich die Wuchsformen der einzelnen Sorten zeigen werden.

Archiv-Mitglied AArchiv · redaktionell

Die Samen sind aufgegangen:

• 0x Super Lemon Haze (SLH)

• 1x Space Cookies (SC)

• 2x Cinerella 99 (C)

• 2x Skywalker Haze (SH)

Damit liegt die Keimrate bei 5/8, also bei 62,5%.

Angenommen hatte ich 60%, das trifft meine Erwartung also genau. Schade nur, dass es keine Super Lemon Haze in diesen Run geschafft hat. Der Blick in die Töpfe der nicht gekeimten Samen lässt auch nicht vermuten, dass da noch etwas unterwegs ist. Ich habe ein Auge dafür, wie sich die Erde wölbt. Falls doch, wären es extreme Nachzügler, aber ich glaube, da ist kein "Leben" drin. Ich gebe ihnen noch 10% Chance, bin mir aber eigentlich sicher, dass es bei diesen fünf Pflanzen bleibt.

Mit drei unterschiedlichen Sorten, von denen zwei doppelt vorhanden sind, habe ich überlegt, wie der Grow trotzdem interessant bleibt - und mir ist eine Lösung eingefallen.

Eine Pflanze weggeben und zwei gleiche identisch hochziehen war mir zu langweilig. Deshalb kommen die drei Sorten, die gekeimt sind, wie geplant in die runden 1,5-Liter-Töpfe, und von den beiden doppelten Sorten, also Cinderella 99 und Skywalker Haze, wandert jeweils eine in einen sehr ungewöhnlichen, eigentlich völlig unpassenden, viel zu langen rechteckigen Topf, mittig eingepflanzt.

Zum einen ergibt das ein spannendes Experiment zwischen runden Töpfen und ungeeigneten länglichen Töpfen, in denen sich die Wurzeln wahrscheinlich schlechter entfalten können. Zum anderen bekomme ich mit dieser "eigenartigen" Topfform die Pflanzen zusätzlich zu den runden Töpfen noch ganz gut auf die Fensterbank unter die Lichtleisten.

So läuft neben dem eigentlichen Grow noch ein zweites Experiment mit. Der Vergleich zeigt, ob die Topfform wirklich eine Rolle spielt oder kaum etwas ausmacht. Außerdem muss ich keine Pflanze abgeben und der Grow wird gleichzeitig interessanter.

Die Töpfe haben ebenfalls etwa 1,5 Liter Erdvolumen, innen aber Maße von 7 x 20cm. Das ist extrem ungewöhnlich, und es könnte spannend werden, wie sich das in der Praxis zeigt.

Wir können den Grow von Cinderella und Skywalker Haze also jeweils im runden, ideal geformten Topf mit dem im sehr unüblichen länglichen rechteckigen Topf vergleichen.

Heute Abend topfe ich schon in die Endtöpfe um, dazu gibt es dann noch einmal Content. Weil meine Anzuchttöpfe sehr klein sind, sollten die Wurzeln schnell neuen Platz bekommen. Die Anzuchttöpfe waren ja nur zum Keimen gedacht.

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Archiv-Mitglied AArchiv · redaktionell

Das Umtopfen ist durch:

Bio-Universalerde, im unteren Teil gemischt mit Bio-Tomatenlangzeitdünger, Hornspänen und etwas Diabas Urgesteinsmehl, darüber dann die Bio-Anzucht- und Kräutererde.

Mit dem "Schieber" hat das Umtopfen richtig gut funktioniert, der Ballen ist nicht zerfallen und ließ sich komplett umsetzen. Ich glaube, das hat für die Pflanzen kaum oder gar keinen Stress bedeutet.

So stehen die Pflanzen jetzt:

• Links: Cinderella (länglicher Topf und runder Topf)

• Mitte: Space Cookies

• Rechts: Skywalker Haze (länglicher Topf und runder Topf)

Dann schauen wir mal, wie sie sich entwickeln.

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Archiv-Mitglied DArchiv · redaktionell

Mach bei den länglichen Töpfen doch zusätzlich noch etwas LST. Vielleicht zwei Haupttriebe in Längsrichtung des Topfes führen und von denen weitere nach oben und zur Seite wachsen lassen. Für so etwas wäre die ungewöhnliche Topfform ja wie gemacht.

Archiv-Mitglied AArchiv · redaktionell

Genau, einmal toppen und dazu LST in schwacher Form, also die Triebe etwas auseinanderziehen, damit mehr Luft und Platz da ist, ist eingeplant.

Und das für beide Topfarten, also alle Pflanzen.

Archiv-Mitglied AArchiv · redaktionell

Damit ihr das auch einmal sehen könnt:

Abends baue ich die Reflektorwände aus Pappe auf, damit mehr Licht reflektiert wird. Das LED-Licht wird so besser genutzt, weil zu breit abgestrahltes Licht wieder bei der Pflanze landet.

Etwa ab 19:30 Uhr kommt auch auf der Fensterseite eine Reflektorwand hin. Zwischen 08:00 und 19:30 Uhr nehme ich dort lieber die zusätzliche Energie des Tageslichts mit. Die Wand auf der anderen Seite des Fensters steht dauerhaft.

Für Fotos nehme ich die vordere Reflektorwand natürlich immer weg. So bekommt ihr das "Gesamtkonstrukt" einmal zu sehen.

Der nächste Beitrag zum Grow kommt in sechs Tagen, dann ist eine Woche um.

In der Regel schreibe ich alle sieben Tage ein neues Update mit Fotos zum Growfortschritt, außer es kommt zeitlich etwas dazwischen oder es gibt schon vorher etwas Besonderes oder Neues zu berichten.

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Archiv-Mitglied CArchiv · redaktionell

Der Reflektor macht optisch noch mal einen deutlich besseren Eindruck als letztes Jahr 👍

Archiv-Mitglied BArchiv · redaktionell

Ergibt ein 3D-Drucker beim Cannabisanbau überhaupt Sinn? Und welches Druckvolumen sollte er mindestens haben?

Archiv-Mitglied AArchiv · redaktionell

Die Frage ist recht allgemein gestellt.

Grundsätzlich kommt es darauf an, welche Ansprüche man an seinen Grow hat, ob man mit 3D-Modellierung umgehen kann und ob man überhaupt Lust hat, mit Hilfsmitteln oder Growzubehör aus dem Drucker zu arbeiten.

Für mich ist so ein Gerät extrem praktisch. Ich brauche zum Beispiel eine Halterung für die LED-Leisten. Dann modelliere ich sie in etwa 30 Minuten, drucke sie, und nach sechs Stunden liegt das fertige Teil vor mir. Früher hätte ich dafür wahrscheinlich Holz zugesägt und für die Höhenverstellung Löcher gebohrt. Das geht auch, wenn man handwerklich fit ist. Es kostet aber viel mehr Zeit, wird ungenauer und sieht weniger "professionell" aus. Außerdem ist es deutlich entspannter, einfach am Computer zu arbeiten.

Plastiktöpfe zum Beispiel bekommt man im Baumarkt, im Blumenhandel oder sogar umsonst hinterhergeworfen. Dass ich meine gedruckt habe, liegt daran, dass ich zum einen genau die passende Größe wollte, damit vier Stück exakt unter die LED-Leisten passen, und zum anderen die bessere Wurzelbelüftung über die vielen kleinen Löcher, ähnlich wie bei Air Pots, so leicht mit einbauen konnte.

Also ja, 3D-Druck lohnt definitiv, und zwar immer dann, wenn man schnell etwas braucht. Man kann sich selbst behelfen und hält das "Teil" nach wenigen Stunden in der Hand. Ob sich die Anschaffung rein für den Cannabisanbau rechnet, kann ich nicht sagen. Für den kleinen Privatgrower wahrscheinlich nicht, für einen Cannabisclub könnte ich mir das schon vorstellen. Wird der Drucker auch für anderes eingesetzt und gibt es genug Projekte, dann rentiert er sich natürlich auch für kleine Grower.

Gerade für Leute, die ohnehin ein bisschen basteln, Modellbau machen oder eine Werkstatt haben, lohnt es sich mit hoher Wahrscheinlichkeit. Zumindest, wenn der Wille da ist, 3D-Modellierung zu lernen.

Die Einsatzmöglichkeiten sind breit: schnelle Reparaturen im Haushalt, Bastelprojekte, praktische Gadgets.

Zum Druckvolumen: Heutige Mittelklassedrucker schaffen etwa 25 x 25 x 25 cm. Das reicht meistens aus. Muss es größer werden, kann man das oft schon im 3D-Modell einplanen und ein großes Teil aus mehreren kleinen zusammensetzen.

Preislich ist 3D-Druck in der Regel günstiger, als spezielle Ersatzteile zu kaufen oder sich aufwändig etwas aus Holz oder Metall zu bauen. Kleine Teile kosten meist nur Cent-Beträge, größere vielleicht 2-5€.

Archiv-Mitglied AArchiv · redaktionell

Tag 7, seit die Keimlinge über der Erde stehen:

So stehen die Pflanzen:

• Links: Cinderella (länglicher Topf und runder Topf)

• Mitte: Space Cookies

• Rechts: Skywalker Haze (länglicher Topf und runder Topf)

Kurz vor dem Foto habe ich gegossen, weil ich die sonst dauerhaft stehende Reflektorwand extra fürs Foto weggenommen und die Gelegenheit gleich mitgenutzt habe.

Die Pflanzen sind gesund und für ihr Alter angemessen groß. Bei mir am Fenster ist es je nach Außentemperatur und Uhrzeit etwas kühler, als Idealbedingungen wären. Tagsüber wird mein Zimmer auf 20°C geheizt, mit Sonne durchs Fenster komme ich am Nachmittag durchaus auf 23°C. Ab 22:00 Uhr schaltet die Heizung ab und läuft erst ab 07:00 Uhr wieder an. Bei kühlen Nächten sind es direkt vor der Fensterscheibe dann schon mal nur ~16°C, wenn es draußen frostiger wird.

Für die Pflanzen ist das in Ordnung, in der Natur ist es nachts ebenfalls kälter und das stört sie nicht groß. Laborbedingungen sind es aber natürlich nicht.

Und es ist sogar noch ein Nachzügler gekommen, eine Space Cookies.

Damit haben wir "theoretisch":

• 2x Cinderella

• 2x Space Cookies

• 2x Skywalker Haze

Erst einmal beobachte ich aber, ob diese Pflanze wirklich gesund ist. Weil sie so lange gebraucht hat, kann man nicht ausschließen, dass sie irgendwelche "Leiden" mitbringt und weniger kräftig wächst.

Wächst sie gut, kommt auch sie in einen rechteckigen länglichen Topf. Dann hätte ich tatsächlich von jeder gekeimten Sorte zwei Pflanzen und könnte jede im runden und im nicht ideal geformten länglichen Topf vergleichen.

Sie hängt zwar vier bis fünf Tage hinterher, das sollte in zwei Wochen aber nicht mehr wirklich auffallen, sofern sie gesund weiterwächst.

Richtig gut passt die Space Cookies unter dem LED-Licht nicht mehr, aber es gibt noch eine improvisierte Möglichkeit. Um 90° gedreht neben den runden Töpfen geht es noch ganz akzeptabel. Mittig pflanzen kann ich sie dann nicht, aber im oberen Drittel des länglichen Topfes klappt es.

Geplant hatte ich ja zwei oder sogar drei Runs. Weil dieser Run jetzt durch Zufall mit zwei Pflanzen derselben Sorte läuft, überlege ich gerade, wie der nächste genau aussehen soll. Eine Super Lemon Haze würde ich schon gern noch in einer späteren Ernte dabeihaben, und außerdem liegen hier noch drei Gorilla Zkittlez Bonus Seeds.

Womöglich nehme ich dann einfach diese beiden Sorten.

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Archiv-Mitglied AArchiv · redaktionell

Noch kein offizielles "Pflanzenupdate", dafür aber ein Zwischenfall.

Zwei Pflanzen haben einen Thripse-Befall. Also muss jetzt das Neemöl ran.

Ich bin mir recht sicher, dass ich das mit Neemöl in den Griff bekomme. Ab und zu sprühen und die Blätter abpinseln, insbesondere auch von der Unterseite.

[3 Bilder nicht übernommen]

Archiv-Mitglied CArchiv · redaktionell

Woran hast du es als Erstes gemerkt?

Die feine Sprenkelung auf dem ersten Bild könnte ja genauso von Spinnmilben kommen.

Bei so etwas bin ich mir immer ein wenig unsicher.

Archiv-Mitglied AArchiv · redaktionell

Ganz sicher bin ich mir nicht, ich bin eher über das Ausschlussverfahren gegangen.

Spinnmilben hatte ich im Gewächshaus schon mehrfach, und dort war das Schadbild immer sehr gesprenkelt. Also überall kleine, wirklich winzige Punkte. Dazu findet man oft auch feine Spinnweben. Die Blätter sind dabei nur oberflächlich angegriffen, gelb bis weiß.

So sahen Spinnmilben bei einem anderen Grow aus.

Bei meinem aktuellen Schadbild sehe ich das nicht. Die Saugstellen wirken tiefer und stärker, sind dafür aber weniger gleichmäßig verteilt, es fehlt diese feine regelmäßige Sprenkelung.

Was theoretisch noch halbwegs passen würde, wäre Calciummangel. Der erzeugt rostige Flecken und die Blätter werden welk. Welk sind meine Blätter nicht, aber rostige Flecken könnte man das durchaus nennen.

Die großen Flecken erkläre ich mir aber anders: Die Blätter waren noch klein, als die "Sauger" dort unterwegs waren. Mit dem Blattwachstum sind die Schadstellen dann mitgewachsen, weil die Pflanze diese Bereiche durch die Beschädigung nicht mehr versorgen konnte.

Dazu kommt: In Erde und mit Leitungswasser tritt Calciummangel normalerweise nur auf, wenn der pH-Wert völlig daneben liegt. Leitungswasser und Erde bringen von sich aus reichlich Calcium mit. Ein pH-Problem würde sich außerdem deutlich im Wuchs zeigen, weil dann auch andere Nährstoffe blockiert wären. Meine Pflanzen wachsen aber sehr gut.

Das ist die am stärksten betroffene Pflanze jetzt an Tag 12 nach dem Durchbrechen der Erde. Für Tag 12 hat sie eine ordentliche Größe, und die neuen Blätter sehen gut aus. Kein Hinweis auf ein pH-Problem, das würde die ganze Pflanze langsamer wachsen lassen und die Blätter aufhellen.

Über das Ausschlussverfahren bin ich mir daher relativ sicher, dass es Fraß- beziehungsweise Saugstellen von Schädlingen sind. Spinnmilben schließe ich aus, weil das Schadbild nicht passt. Bei denen entstehen typischerweise sehr feine, gelbliche bis weißliche Sprenkel, oft recht gleichmäßig verteilt. Bei mir fallen die Schäden dagegen kräftiger aus, sitzen punktueller zusammen und liegen weiter auseinander.

Außerdem sitzen Spinnmilben in der Regel vor allem auf der Blattunterseite, meist etwa dort, wo oben das Schadbild sichtbar wird, und breiten sich von dort weiter aus. Sie springen nicht auffällig zwischen weit entfernten Stellen der Pflanze hin und her.

Thripse passen für mich besser. Sie hinterlassen je nach Dauer und Intensität des Fraßes gröbere, unregelmäßige Schadstellen oder kleine Cluster. Die Schäden sind an den betroffenen Stellen stärker und weniger fein punktiert als bei Spinnmilben. Thripse bewegen sich außerdem aktiver über die Pflanze, verstecken sich zwischendurch und fressen dann woanders weiter.

Die Schädlinge selbst habe ich bisher leider nicht finden können, gehe aber davon aus, dass es welche waren. Am wahrscheinlichsten Thripse, vielleicht noch etwas anderes, das ich noch nicht kenne. Spinnmilben waren es aber relativ sicher nicht.

Neemöl habe ich eingesetzt. Zuerst aufgepinselt, später noch einmal gesprüht. Stark verdünnt habe ich damit ebenfalls gegossen. Damit sollte das Problem aus meiner Sicht gelöst sein.

Bevor die Pflanzen nach draußen ins Gewächshaus wandern, sprühe ich noch einmal, rein zur Vorbeugung.

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Archiv-Mitglied AArchiv · redaktionell

Tag 13, seit die Keimlinge über der Erde stehen:

Gegenüber dem letzten Gesamtfoto vor sechs Tagen hat sich auf jeden Fall etwas getan.

Die Anordnung ist weiterhin:

• Links: Cinderella (länglicher Topf und runder Topf)

• Mitte: Space Cookies

• Rechts: Skywalker Haze (länglicher Topf und runder Topf)

Ich habe sie etwas verschoben, damit sie mehr Platz haben und die Blätter nicht direkt an der Fensterscheibe anliegen. Speziell fürs Foto stehen sie außerdem etwas "luftiger", damit man die einzelnen Pflanzen besser erkennt und sie sich im Bild nicht so stark überlappen.

Der Platz wird langsam knapp, drei Tage schaffe ich aber noch ganz gut.

Am Freitag geht es dann ins Gewächshaus. Ab Freitag und auch noch einige Tage danach sollen die Nachttemperaturen erst einmal über 8 °C bleiben. Insgesamt kommt zumindest kurzfristig eine wärmere Phase.

Mit dem Grow bin ich sehr zufrieden. Die Pflanzen sind ähnlich groß oder sogar minimal größer als letztes Jahr an Tag 13. Ich tippe darauf, dass die größeren Töpfe der Grund sind. Letztes Jahr standen sie bis Tag 15 in relativ kleinen Töpfen, diesmal haben die Wurzeln von Anfang an viel Platz, was ihnen sehr wahrscheinlich zugutekommt.

Gekeimt sind alle etwa gleichzeitig. Man sieht aber, dass die Space Cookies in der Bildmitte etwas langsamer ist. Für Tag 13 ist auch sie insgesamt gut dabei.

Die zweite Space Cookies, die vier Tage später als Nachzügler kam, hat sich leider nicht gut geschlagen. Deshalb habe ich mich entschieden, sie zu "beerdigen". Ihr fehlte einfach die Kraft im Wurzelsystem.

[3 Bilder nicht übernommen]

Archiv-Mitglied AArchiv · redaktionell

Tag 16, seit die Keimlinge über der Erde stehen:

Auf diesem Foto weiterhin:

• Links: Cinderella (länglicher Topf und runder Topf)

• Mitte: Space Cookies

• Rechts: Skywalker Haze (länglicher Topf und runder Topf)

Hier stehen sie noch drinnen. Man sieht gut, wie eng der Platz geworden ist, sie müssen zwingend nach draußen, wo mehr Raum ist.

Tag 17, seit die Keimlinge über der Erde stehen:

Hier ist die Anordnung von links nach rechts:

• 1. Cinderella (länglicher Topf)

• 2. Cinderella (runder Topf)

• 3. Skywalker Haze (runder Topf)

• 4. Skywalker Haze (länglicher Topf)

• 5. Space Cookies

Getoppt wurde über der 3. Nodie, deshalb wirkt alles wieder etwas luftiger. In einigen Tagen dürfte es aber wieder schön buschig werden, sobald die Seitentriebe hochkommen.

Dazu noch der Wetterbericht für meine Gegend:

Für die Jahreszeit sieht das insgesamt ganz gut aus. Aktuell ist es perfekt, ab Dienstag, dem 05.05, wird es wieder etwas kühler, und am Donnerstag, dem 07.05, sind 6°C in der Nacht nicht ideal, aber noch kein Grund zur Sorge.

Weil die Autoflower jetzt langsam in die Blüte gehen, ist bald mit Stretch zu rechnen. Gerade draußen bei kürzerer Lichtdauer wächst Cannabis nicht mehr so gestaucht wie indoor unter kälterem LED-Licht.

Die Pflanzen werden erst einmal in die Höhe schießen, mit den zahlreichen gerade austreibenden Seitentrieben und durch das Toppen bleibt es aber denke ich trotzdem einigermaßen buschig.

Nur am Anfang des Stretches sehen sie immer etwas eigenartig spargelig aus. Der Hauptstamm schießt nach oben, zwischen den Internodien wird der Abstand größer, und weil die Seitentriebe noch so kurz sind, wirkt die Pflanze insgesamt lang und kaum buschig. Das ändert sich in der Regel zwei Wochen später, wenn die Seitentriebe ihre Blätter ausbilden.

Haben die Seitentriebe eine gewisse Länge, mache ich noch leichtes LST, damit die Pflanze luftig bleibt, das Schimmelrisiko sinkt und die Sonne alle Pflanzenteile gut erreicht.

[3 Bilder nicht übernommen]

Archiv-Mitglied AArchiv · redaktionell

Die Wetterprognosen für meine Region sind leider noch einmal deutlich schlechter geworden.

Durchgehend bewölkt, keine Sonnenstunden und Temperaturen zwischen 7 und 13°C, laut Prognose von gestern bis Freitag.

Auf Wachstum und Photosynthese wirkt sich das natürlich sehr negativ aus. Die Pflanzen wachsen aktuell sehr langsam bis gar nicht und suchen vor allem Sonne. Stiele und Triebe haben durch den Lichtmangel etwas an Länge zugelegt, das Blattwachstum steht aber gerade praktisch still.

Ab Samstag ist es immerhin für drei Tage wieder akzeptabel. Die dauerhafte Bewölkung mit null oder sehr wenigen Sonnenstunden hilft aber auch bei einem Gewächshausgrow nicht. Ohne Sonne wärmt sich nichts auf, dann ist es quasi so, als gäbe es das Gewächshaus nicht.

Es bleibt immer ein Glücksspiel. Auf Prognosen kann man sich leider nicht wirklich verlassen, alles jenseits von drei Tagen sieht in der Praxis oft völlig anders aus.

In der Phase, in der meine Autoflower gerade stecken, wäre jetzt die wichtigste Zeit, um Blattmasse und Größe aufzubauen. Unter diesen Bedingungen können sie das leider nicht.

Weil Autoflower ihre Uhr fest eingebaut haben, heißt das: Dieser Run wird im Ertrag eher klein ausfallen.

Meine Erwartung von zuvor 14-20g getrocknet pro Pflanze schraube ich für diesen Run daher auf 10-15g getrocknet herunter.

[Bild nicht übernommen]

Archiv-Mitglied CArchiv · redaktionell

Mach dir da keinen zu großen Kopf. Vier Grows outdoor durchzuziehen ist ambitioniert und funktioniert nur wegen deines Fachwissens. Sonst würde ich das niemandem empfehlen.

Genau wegen dieser Schwierigkeiten fängt man ja eher im Mai an.

Weil dir die Erntemenge ja nicht so wichtig sein sollte, kannst du das eigentlich gelassen sehen.

So ein detaillierter Bericht liest sich wirklich schön

Archiv-Mitglied AArchiv · redaktionell

Tag 25, seit die Keimlinge über der Erde stehen:

Die Anordnung von links nach rechts:

• 1. Cinderella (länglicher Topf)

• 2. Cinderella (runder Topf)

• 3. Skywalker Haze (runder Topf)

• 4. Skywalker Haze (länglicher Topf)

• 5. Space Cookies

Obwohl vor acht Tagen getoppt wurde, war der große Stretch nicht zu vermeiden, und er wird wegen des Wetters noch weiter zunehmen. Erklären lässt er sich durch den erheblichen Lichtmangel bei starker Bewölkung und den bald beginnenden Blütebeginn. Die letzten Tage brachten viel Regen und Nebel, es war ziemlich düster und kalt.

Positiv ist, dass es ordentlich Seitentriebe gibt, die auch im Längenwachstum gut zulegen. Damit kann man arbeiten, und wenn sie bei besserem Wetter ihre Blätter bilden und nach oben wachsen, wird es trotzdem eine breite Pflanze. Nur die Nodienabstände sind riesig, deshalb ist die Pflanze eben nicht kompakt. Mit mehr Sonne würden die Pflanzen deutlich buschiger aussehen.

Kurz vor dem Foto habe ich die LST-"Clips" angebracht, um die Seitentriebe weiter nach außen zu holen. Normalerweise wachsen die Triebe innerhalb weniger Stunden wieder nach oben zum Licht. Weil ich die Clips direkt vor dem Foto gesetzt habe, hatten sie dazu noch keine Gelegenheit.

Insgesamt war es wie gesagt kühl und dunkel, deshalb hat das Blattwachstum in acht Tagen nicht sonderlich zugelegt. Zu sehen ist hauptsächlich Stretch durch Lichtmangel.

Heute ist mit 20°C und einer Stunde Sonne im Vergleich zu den Tagen davor ein sehr guter Tag. Zuvor war das Wetter leider sogar schlechter als angekündigt. Es gab Tage mit nur 8°C Höchsttemperatur bei null Sonnenschein. Der einzige "warme" Tag ist heute, und nicht wie prognostiziert drei relativ warme Tage am Stück. Ab Montag wird es dann leider direkt wieder kühl und regnerisch.

Dazu noch der Wetterausblick für heute und die nächsten sieben Tage für meine Region:

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