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Vier Autoflower in 1,5-Liter-Töpfen: erst LED, dann Gewächshaus

Seite 3 von 3 · zum ersten Beitrag

Archiv-Mitglied AArchiv · redaktionell

Leider schlechte Nachrichten. Ausgerechnet die Skywalker Haze schimmeln, und die sind absolut noch nicht reif.

Cinderella 1 und 2 sowie die Space Cookies sind komplett schimmelfrei, reif bis nahezu reif, und alle drei wurden geerntet. Die Space Cookies wollte ich eigentlich noch fünf Tage stehen lassen, aber das Gewitter über das Wochenende sollten sie nicht unbedingt mitnehmen. Die fünf Tage machen den Kohl nicht fett.

Warum Schimmel, es ist doch regenfrei?

Ja, Irrtum. Die Luftfeuchtigkeit im Gewächshaus liegt mittags bis abends bei nur 30%, ein absolut niedriger Wert. Leider haben wir gerade Wetter mit extrem hohem Taupunkt. Nachts liegt der Taupunkt für meine Region bei 24°C, und liegen die Temperaturen darunter, kann die Luft ihre Feuchte nicht mehr halten und es entsteht Tau, das Wasser der Luft kondensiert also und legt sich ab.

Genau das ist das Problem. Nachts bildet sich Feuchtigkeit auf den ganzen Pflanzen und in den Blüten. Die Skywalker Haze haben extrem feste, dichte Blüten, ein ideales Klima für Budrot.

Tag 71, seit die Keimlinge über der Erde stehen:

Blütephase:

• Cinderella (rechteckiger Topf): Blütetag 42

• Reif und zum Trocknen aufgehangen

• Cinderella (runder Topf): Blütetag 37

• Reif und zum Trocknen aufgehangen

• Skywalker Haze (runder Topf): Blütetag 30

• Ein Headbud wegen Schimmel entfernt

• Skywalker Haze (rechteckiger Topf): Blütetag 30

• Ein Headbud wegen Schimmel entfernt

• Space Cookies (runder Topf): Blütetag 34

• Reif und zum Trocknen aufgehangen

Es gibt ein Gesamtfoto, dazu Bilder der reifen und schimmelfreien Pflanzen vor der Ernte und der drei geernteten Pflanzen, wie sie hängen.

Einen Ventilator stelle ich heute Abend noch dazu.

Nun zu den Problempflanzen, also den zwei noch sehr unreifen Skywalker Haze:

Man sieht, dass der Schimmel in den Mainbuds sitzt. Ein paar offensichtliche Buds habe ich schon abgeschnitten und auseinandergeschnitten. Reste, an denen kein Schimmel war oder in deren Nähe keiner saß, habe ich zum Trocknen gelegt. Viel war das aber nicht mehr. Die größten Buds sind dem Schimmel leider zum Opfer gefallen.

Vom Rest der Pflanzen, wo möglicherweise auch schon Schimmel in den größeren Blüten steckt, gibt es ebenfalls ein Bild.

Morgen ernte ich alle großen Buds der Skywalker Haze, schneide sie auseinander und schaue, ob Schimmel drin ist. Im besten Fall bleiben unbetroffene Buds übrig, die dann aber nicht reif sind und auch nicht sonderlich gut trocknen, weil es erstens viel zu warm ist und zweitens Blüten ohne Stiele extrem schnell trocknen.

Die Mikrobuds könnte ich weiter wachsen lassen, aber ob die es schaffen, weiß man auch nicht.

Die Skywalker Haze kann ich mir also zum größten Teil abschminken. Die muss ich unreif ernten, und einige weitere, noch nicht offensichtliche Stellen in den Buds werden bei der Prüfung vermutlich Schimmelauffälligkeiten zeigen und müssen entsorgt werden.

Nur die ganz kleinen Buds kann ich gegebenenfalls weiter wachsen lassen. Weil zum Ende des Wochenendes Gewitter kommen, ist klar, dass ich handeln muss: Die großen Buds müssen notgeerntet werden.

Es bleibt nur diese Option:

• Unreife große Buds sofort noternten, auseinanderschneiden und prüfen

• Kleine Buds entweder ebenfalls ernten oder stehen lassen und hoffen, dass sie durchkommen und weiter reifen

• Ernte ich die kleinen Buds jetzt mit, haben die nahezu kein THC, also gehe ich lieber das Risiko ein. Auf unreife Mikrobuds mit so gut wie keinem THC hat niemand Lust.

Positiv ist aber, dass ich drei schimmelfreie Pflanzen ernten konnte: zwei komplett reife Cinderella und eine fast reife, ebenfalls schimmelfreie Space Cookies.

Die Skywalker Haze haben es nicht geschafft, das ist bei Outdoorbedingungen nun mal so. Mit gutem Glück kriege ich je Pflanze 5-7g unreife und kleine Buds heraus, würde ich schätzen. Auch das ist besser als nichts.

Mit photoperiodischen Sorten erlebt man deutlich Schlimmeres, also positiv denken!

[7 Bilder nicht übernommen]

Archiv-Mitglied CArchiv · redaktionell

Das ist wirklich schade mit dem Schimmel an der Skywalker Haze.

Ich hätte nicht gedacht, dass bei dieser trockenen Witterung überhaupt eine Gefahr besteht, aber deine Erklärung ergibt durchaus Sinn.

Wäre ein Ventilator für Umluft eine Option, um so etwas zu verhindern?

Archiv-Mitglied AArchiv · redaktionell

Tatsächlich steht in der offenen Tür des Gewächshauses schon ein Umluftventilator. Verhindert hat er es jedenfalls nicht. Direkt vor den Pflanzen steht keiner, aber er läuft immerhin auf Schwenk und bläst Frischluft herein.

Archiv-Mitglied EArchiv · redaktionell

Huhu,

es tut mir leid um die schönen Buds. Sind sie zwischendurch mal nass geworden oder einfach wegen zu wenig Belüftung geschimmelt?

Archiv-Mitglied AArchiv · redaktionell

Wie oben schon beschrieben sind sie durch den hohen Taupunkt in der Nacht feucht geworden und deshalb geschimmelt.

Direkt nass geworden sind sie nicht, ein Dach ist ja vorhanden, feucht wurden sie aber durch die hohe Luftfeuchtigkeit am Abend und in der Nacht.

Archiv-Mitglied AArchiv · redaktionell

Run 1:

Die Pflanzen trocknen noch. Sie sind schon relativ trocken, aber die Stiele sind noch etwas zu weich, es knackt nichts. Aktuell ist es auch wieder relativ feucht und regnerisch und abends kühl, dann liegt der Trocknungsprozess eher "on hold". Bis Mittwoch soll das Wetter so bleiben. Ich denke, sie halten sich so bei 65-70% Feuchte, die letzten 5% gehen gerade noch nicht raus. Ab Donnerstag trocknet es weiter, dann wird das Wetter wieder besser.

Ich denke aber, sie sind in einem relativ sicheren Zustand. Schimmel habe ich bisher jedenfalls nicht gesehen.

Die beiden Skywalker Haze, bei denen ich wegen des Schimmels durch den Taupunkt in der Nacht etwa 60% der großen Buds entfernen musste, trocknen ebenfalls.

Run 2:

Tag 28, nachdem die Keimlinge aus der Erde gekommen sind

Sieht soweit in Ordnung aus. Ein paar Fraßspuren und Schädlinge sind da, aber das ist outdoor normal und nichts Bedrohliches. Auch die heiße Woche mit etwa 37°C über ein paar Tage haben sie überstanden.

Ein paar Blätter haben das nicht ganz so gut verkraftet, weil sie ja erst von indoor nach draußen gekommen sind. Der Umschwung von 25°C auf 37°C plus Dauersonne war etwas viel des Guten, die Gewöhnung fehlte noch.

Insgesamt sehen sie aber nicht schlecht aus. Es geht besser, rein von der Gesundheit ist aber alles in einem guten Rahmen.

Die Pflanzen stecken gerade im Blütestretch. Die Blüte setzt jetzt etwa ein, und zwar bei allen Pflanzen ungefähr gleichzeitig.

Im Vergleich zu Run 1 läuft dieser Run aktuell deutlich besser. An Tag 28 sind die Pflanzen deutlich größer als im ersten Run.

[Bild nicht übernommen]

Archiv-Mitglied AArchiv · redaktionell

Run 2:

Tag 38, nachdem die Keimlinge aus der Erde gekommen sind

Blütetag 10, sie sind alle zum gleichen Zeitpunkt in die Blüte gegangen.

Passt alles.

Nur die Gorilla Zkittlez kippen bei Wind ab und zu um. Die linke ist schon drei Mal gekippt, die zweite von links einmal. Überstanden haben sie es ganz gut, auch wenn sie durchaus mal 15 Stunden die Nacht über auf dem Boden lagen.

Da muss ich noch ein Stütz- beziehungsweise Haltekonzept bauen.

Run 1 trimme ich heute Abend, so weit ich komme, den Rest vermutlich morgen.

[Bild nicht übernommen]

Archiv-Mitglied AArchiv · redaktionell

Die Cinderella 1 aus Run 1, die so luftig gewachsen ist, habe ich getrimmt.

Am 22. Juni schrieb ich ja bereits:

Die Cinderella 1 ist sehr luftig gewachsen. Auf den ersten Blick wirkt es so, als hätte sie mit am meisten Blüten, schaut man aber genauer hin, sind die Blütenkelche relativ luftig, dünn und lang gewachsen.

Geschätzte Menge war: 12g

Reale Menge: 8,3g

Die anderen Pflanzen sind dichter gewachsen, besonders die Skywalker Haze, bei denen allerdings die besten und dichtesten Blüten wegen Schimmel in der Tonne gelandet sind. Vor dem Trimmen ist schwer einzuschätzen, was am Ende dabei herauskommt. Gerade wenn eben nicht so viele Blütenkelche da sind und man dann viele Blätter herausnimmt, die theoretisch auch eine Menge Harz tragen.

Dafür hat man mehr Verschnitt mit harzigen kleinen Blättern, den man zum Beispiel zum Backen nutzen kann. Dichte Blüten bekam man aus dieser Pflanze, also explizit der Cinderella 1, aber nicht heraus.

Was übrig geblieben ist, sieht immerhin gut harzig aus. Und riechen tut es auch lecker. Kleine Ernte, aber der Geruch ist wie bei einer großen. Der Duft geht klar in Richtung tropische Früchte mit kräftiger Zitrusnote.

Die anderen Pflanzen, also Cinderella 2, die Space Cookie und die Reste der Skywalker Haze, sind morgen dran.

[Bild nicht übernommen]

Archiv-Mitglied AArchiv · redaktionell

Der Rest aus Run 1 ist ebenfalls getrimmt.

Cinderella 2:

Geschätzte Menge war: 12g

Reale Menge: 6,1g

Hier habe ich beim Trimmen leider einige graue bis braune Stellen entdeckt. Vielleicht war es kein Schimmel, aber sicher war ich mir nicht. Bei Zweifeln in Sachen Schimmel entscheide ich mich immer für die sichere Variante: weg damit. Also sind auch hier ein paar größere Buds in der Tonne gelandet.

Trotzdem bin ich positiv überrascht, sie ist wirklich sehr harzig, auch wenn nicht viel übrig geblieben ist.

Space Cookies:

Geschätzte Menge war: 11,5g

Reale Menge: 10,9g

Bei ihr ließ sich tatsächlich alles verwenden. Deshalb sind hier endlich auch ein paar etwas größere Buds dabei. Space Cookies ist außerdem extrem harzig. Für mich das beste Ergebnis von allen Pflanzen, was die Buds angeht.

Skywalker Haze 1 + 2:

Geschätzte Menge war: 11,75g + 16,0 g

Reale Menge (beide Pflanzen): 7,8g

Wie ihr in meinem Growbericht mitlesen konntet, hatten die Skywalker Haze wegen eines über einige Tage hohen Taupunkts in der Hitzeperiode einen Schimmelbefall. Alle großen Buds waren damit für die Tonne, nur wenige kleine haben es überhaupt geschafft. Dazu kommt, dass die Pflanzen bis zur Reife noch drei Wochen gebraucht hätten.

Das Ergebnis ist entsprechend, die Harzmenge liegt eher im mittleren bis geringen Bereich.

Zusammen komme ich in diesem Run (1) also auf eine Erntemenge von 33,1g.

Das ist nicht viel, aber es gab viele Handicaps:

• Extreme Kälte im Mai über zwei Wochen, dazu fast komplett bewölkt ohne Sonne

• Hitzeperiode mit 50°C im Gewächshaus und sehr hohen Taupunkten im mittleren bis späten Juni, dadurch nachts fast 100% Luftfeuchtigkeit

• Dadurch leider Schimmel bei den Skywalker Haze und eventuell auch bei der Cinderella 2, zumindest habe ich beim Trimmen Stellen entfernt

Das ist eben das Risiko und der Zufall beim Outdooranbau.

Weil es bei mir sowieso nur um Spaß geht, bin ich trotzdem zufrieden. Von jeder Pflanze konnte ich etwas ernten, und bis auf die Skywalker Haze sind sie bei Reife und Harzmenge auch top.

Schauen wir mal, was Run 2 bringt, bisher läuft es dort deutlich besser.

[3 Bilder nicht übernommen]

Archiv-Mitglied AArchiv · redaktionell

Weil ich 12 Tage im Urlaub war, kam hier ein paar Tage nichts.

Run 2:

Tag 52, nachdem die Keimlinge aus der Erde gekommen sind

Blütetag: 24

Die Super Lemon Haze 2, also die Pflanze ganz rechts, hat ganz oben im Mainbud ein paar sogenannte "Bananen (2fast4buds.com/de/news/was-verursacht-bananen…. Ich habe zwei Stellen gefunden. Weil es nur diese zwei Stellen im Mainbud sind, entferne ich sie morgen. Im schlimmsten Fall gibt es minimal Samen im Headbud oder in der Nähe, vielleicht aber auch nicht.

Bildet sie noch mehr Bananen, haue ich sie zur Sicherheit für die anderen Pflanzen etwas früher um.

Dafür, dass die Blüte erst an Tag 24 ist, gibt es schon eine Menge Harz, und in der Nähe der Pflanzen riecht es auch schon sehr fruchtig und exotisch.

Die Super Lemon Haze scheinen mit der Blüte insgesamt am schnellsten zu sein. Die Space Cookies liegt in der Mitte, und die beiden Gorilla Zkittlez brauchen offenbar am längsten.

Wenn mich nicht wieder der Schimmel überrascht, wird die Erntemenge hier sicher etwas höher.

Die Super Lemon Haze sind insgesamt relativ klein geblieben, haben aber trotzdem große Blüten.

Ich denke, ohne Schimmel liegt die Erntemenge diesmal zwischen 10 und 20g je Pflanze. Die beiden Gorilla Zkittlez werden wohl am meisten bringen, wenn sie bis zur Reife durchkommen.

[7 Bilder nicht übernommen]

Archiv-Mitglied AArchiv · redaktionell

Run 2:

Tag 58, nachdem die Keimlinge aus der Erde gekommen sind

Blütetag: 30

Dazu gibt es eine Übersicht aller Pflanzen und Einzelaufnahmen von links nach rechts.

Es reift langsam:

• Super Lemon Haze braucht noch etwa 7 Tage

• Die Space Cookies etwa 10 Tage

• Die beiden Gorilla Zkittlez etwa 14 Tage.

[6 Bilder nicht übernommen]

Archiv-Mitglied BArchiv · redaktionell

Die Fotos wirken leider stark gefiltert.

Archiv-Mitglied AArchiv · redaktionell

So kommen die Fotos schon aus dem Handy.

Bei den Einzelaufnahmen habe ich lediglich die Pflanzen, um die es gerade nicht geht, absichtlich unscharf gemacht. Dann erkennt man optisch besser, welche Pflanze gemeint ist, beschriftet ist sie im Foto ja ebenfalls.

Ansonsten wurde nur die Bildgröße in Photoshop verringert, mit der Standardinterpolationsmethode fürs Verkleinern, also bikubisch schärfer.

Das Smartphone (Realme GT 7) geht bei Farben und Schärfe relativ aggressiv vor. Wegen des relativ großen Sensors ist es außerdem nicht möglich, die ganze Pflanze scharf zu bekommen, wenn ich von schräg oben fotografiere.

Optimal fokussieren ließe sich nur bei gleichbleibender Distanz. Bei den Einzelaufnahmen fotografiere ich aber schräg von oben, damit der wichtigste Teil, der Headbud, gut zu sehen ist.

Weil der Hintergrund mit der Hütte relativ dunkel ist, wird die Pflanze leicht überbelichtet. Das Smartphone richtet sich danach, dass möglichst alles gut belichtet ist, und helle Teile sind dann eben etwas zu hell.

Optimal ist es nicht, aber so schlimm finde ich es auch nicht.

Archiv-Mitglied AArchiv · redaktionell

Run 2:

Tag 67, nachdem die Keimlinge aus der Erde gekommen sind

Blütetag: 39

Die Pflanzen haben heute auf dem Balkon gestanden.

Den Fokuspunkt habe ich etwa im oberen Drittel der Pflanze gesetzt und für mehr Tiefenschärfe etwas mehr Abstand gelassen. Durch die helleren Steinplatten im Hintergrund sollte die Belichtung weniger intensiv ausfallen, also keine Überbelichtung mehr, weil die Pflanzen dunkler sind als der Hintergrund.

Ich habe mein Bestes gegeben, um mit diesem Smartphone gute Fotos der Pflanzen zu machen.

Morgen Abend werden alle Pflanzen geerntet, das sind also die letzten Fotos aus diesem Run vor Ernte und Trocknung.

Ab morgen Abend zieht ein Gewitter auf, und danach wird es hier generell etwas regnerischer, feuchter und kühler. Die Luftfeuchtigkeit soll stark steigen, stehende Luft, die man wortwörtlich "schneiden" kann. Sie noch länger stehen zu lassen wäre ein enormes Schimmelrisiko.

Weil die Pflanzen im Durchschnitt sowieso erntereif sind, habe ich kein Problem damit, morgen alle zu ernten.

Wenn ich könnte, würde ich die beiden Gorilla Zkittlez noch fünf bis sieben Tage stehen lassen. Die Space Cookies und die beiden Super Lemon Haze sind nach meiner Einschätzung schon relativ gut, abgesehen von ein paar Mikrobuds im unteren Bereich, aber das ist immer so.

Bei der Space Cookies ist die Harzmenge wirklich enorm. Ich glaube, das ist ein Rekord an Harz für meine bisherigen Grows mit Autoflower outdoor. Die Super Lemon Haze liegen ebenfalls gut, bei den beiden Gorilla Zkittlez fällt es etwas geringer aus.

[6 Bilder nicht übernommen]

Archiv-Mitglied CArchiv · redaktionell

Blütemasse im Verhältnis zum Blattwerk sieht bei denen echt gut aus. Es sind schöne Pflanzen geworden. Sativas früh abzuernten dürfte der Art der Wirkung ja nicht schaden.

Die Bilder sind klasse. Gegen Trichombildchen hätte ich natürlich auch nichts 😊

Archiv-Mitglied FArchiv · redaktionell

Deine Pflanzen finde ich schon ziemlich außergewöhnlich. Es sieht so aus, als hättest du sie nicht getoppt, sondern nur die Blätter beschnitten. Als Anfänger habe ich meine Pflanze an der sechsten Node getoppt, und der Ertrag entspricht am Ende wahrscheinlich dem von sechs deiner Pflanzen.

Mich würde interessieren, warum du es so machst.

[Bild nicht übernommen]

Archiv-Mitglied AArchiv · redaktionell

Im Unterschied zu dir habe ich Autoflower gegrowt, und das outdoor. Die haben einen sehr kurzen Lebenszyklus und gehen nach etwa zwei bis drei Wochen automatisch in die Blüte, ohne Lichtumstellung. Insgesamt werden sie nicht so groß, sind dafür aber schon nach ungefähr 60-75 Tagen erntereif.

Für den Outdooranbau in Deutschland passen Autoflower sehr gut, weil sie draußen immer rechtzeitig fertig werden. Bei photoperiodischen Sorten ist das leider meistens nicht der Fall. Die fangen erst mit der kürzeren Tageslänge etwa Mitte bis Ende August an zu blühen und brauchen von da an je nach Sorte noch rund 7-11 Wochen. Da muss der Herbst mitspielen, also warm und möglichst trocken sein. Wird es regnerisch und kühl, muss man photoperiodische Sorten häufig vor der vollständigen Reife ernten, weil es zu kalt ist oder wegen des feuchten Wetters Grauschimmel auftritt.

Mit Autoflowern spart man sich dieses Risiko und alles wird leichter.

Autoflower zu toppen ist wegen des kurzen Lebenszyklus umstritten. Machen kann man es, outdoor bringt es aber nicht mehr Ertrag, eher sogar weniger. Indoor kann es eventuell etwas bringen, weil man das Licht effektiver nutzt und der Abstand der Blüten zur Lampe gleichmäßiger ist, also mehrere Triebe statt ein hoher Mainbud.

Weil die Sonne aber etwa 150 Millionen Kilometer von der Erde entfernt ist, bringt es outdoor nichts, wenn die Triebe auf einer Höhe sind. Der Abstand zur Sonne ist im Grunde immer gleich, egal ob ich toppe oder nicht, die Lichtintensität ändert sich nicht. Bei einer LED-Lampe machen 20-30cm Abstand dagegen schon viel bei der Lichtintensität aus.

Größere Blätter entfernt man üblicherweise in der mittleren bis späteren Blütephase, um den Schattenwurf der Sonne oder des LED-Lichts auf die Blüten zu verringern. Die Buds bekommen dann mehr Licht ab und können dadurch noch etwas mehr Harz und Terpene aufbauen. Zu früh sollte man die Blätter aber nicht abnehmen, weil die Pflanze damit Photosynthese betreibt und die "Energie" der Fächerblätter auch in der Blütephase für Wachstum und allgemeine Versorgung nutzt. Ab der mittleren Blütephase kann man dann nach und nach größere Blätter entfernen, immer nach und nach, nicht alle gleichzeitig.

In meinen Grows steckt immer ein bisschen "Experiment". Mir geht es nicht um maximalen Ertrag, sondern um Sortenvielfalt und Spaß. Trotzdem lege ich natürlich Wert darauf, dass die Blüten möglichst gut werden, sofern die Wetterlage das zulässt. Outdooranbau ist wegen Regen und schwankender Luftfeuchtigkeit eben nicht so kontrollierbar wie der Anbau im Growzelt.

Dieses Jahr habe ich zum Beispiel in nur 1,5 Liter Töpfen gegrowt, damit bleiben die Pflanzen automatisch etwas kleiner. Manche Autoflower schaffen durchaus ihre 1,5 Meter Höhe, wenn der Topf groß genug ist, mit den kleinen Töpfen habe ich das bewusst reduziert. Im zweiten Run waren meine Pflanzen nur ungefähr 80-90cm hoch. Im ersten Run, der in diesem Thema ja auch zu sehen ist, habe ich zusätzlich getoppt, damit wurden die Pflanzen deutlich kleiner.

Weil ich Autoflower growe, kann ich draußen zwei oder sogar drei Mal in einem Jahr anbauen. Das macht mir Spaß, und ein wenig herumprobieren kann ich dabei auch noch. Jedes Jahr dasselbe zu machen wäre ja langweilig.

Archiv-Mitglied FArchiv · redaktionell

Vielen Dank für die ausführliche Antwort!

Für mich ist es eine große Schwierigkeit, im Growzelt die richtigen klimatischen Bedingungen hinzubekommen. Mal ist es zu warm, mal zu feucht. Gegen zu trockene Luft kann ich mit einem Luftbefeuchter etwas machen, gegen zu große Hitze eigentlich nur, indem ich das Zelt offen lasse. Blöd ist das nur, wenn die Umgebungsluft über 70% Feuchte hat, dagegen kann man nichts tun.

Der Abstand zur LED-Lampe liegt inzwischen bei 35-40 Zentimetern. Offenbar habe ich sie rechtzeitig in die Blüte gebracht. Ich hatte mir schon gedacht, dass es durch die Wärmeabstrahlung der Lampe "brenzlig" werden könnte.

Gerade stehen 25,7° und 63% Luftfeuchtigkeit an, damit fühlt sie sich hoffentlich wohl.

Viele Grüße


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