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Automatics wachsen draußen kaum – woran liegt es?

Seite 1 von 2 · zum letzten Beitrag

Archiv-Mitglied AArchiv · redaktionell

Hallo in die Grower-Runde! 🌱

Beim Growen bin ich absoluter Neuling und habe mir nach der Legalisierung gesagt: jetzt oder nie. Also habe ich mich eingelesen, und obwohl ich schon viele Beiträge und Guides durchgearbeitet habe, komme ich gerade nicht weiter.

Zur Ausgangslage:

Ich habe zwei Sorten von Zamnesia:

• White Runtz (Automatic) (up.picr.de/49618217ty.jpg)

• Pineapple Express F1 Hybrid Automatic (up.picr.de/49618216ou.jpg)

Die zwei Pflanzen habe ich die ersten zwei Wochen in kleinen Töpfen vorgezogen und dann draußen in ein Beet gesetzt, hier im Nordwesten Deutschlands. Inzwischen sind sie rund vier Wochen alt, aber immer noch sehr klein. Das macht mich unsicher, weil sie theoretisch bald in die Blüte gehen müssten, und in dem Zustand wäre das natürlich ziemlich ungünstig.

Meine Fragen und Überlegungen dazu:

• Könnte der Boden zu nährstoffarm sein? (Die Blätter sehen allerdings gesund aus, einen offensichtlichen Mangel sehe ich nicht.)

• Oder war es in den letzten Wochen draußen einfach zu kalt für die kleinen Pflanzen?

• Oder war der Stress beim Umsetzen vom Topf ins Beet zu viel für sie?

Ich bin ehrlich gesagt etwas ratlos und rechne bei diesem Durchgang nicht mehr mit viel Ertrag. Aus den Fehlern will ich aber lernen, denn Anfang Juni möchte ich noch einmal 4x Automatics setzen und es dann besser machen.

Über ein bisschen Unterstützung wäre ich sehr dankbar. 😄

Vielen Dank schon mal für eure Hilfe und einen schönen Sonntag!

Archiv-Mitglied BArchiv · redaktionell
Oder war es in den letzten Wochen draußen einfach zu kalt für die kleinen Pflanzen? Aus den Fehlern will ich aber lernen, denn Anfang Juni möchte ich noch einmal 4x Automatics setzen und es dann besser machen. Über ein bisschen Unterstützung wäre ich sehr dankbar. 😄

Ich baue Automatic's jetzt das zweite Jahr an. Ich könnte mir vorstellen, dass deine Methode bei normalem Cannabis aufgeht, weil die Wachstumsphase dort deutlich länger dauert.

Auto's sind genetisch darauf eingestellt, nach einer bestimmten Zeit mit der Blüte anzufangen. Danach gibt es kein Höhenwachstum mehr oder nur noch sehr wenig. Du solltest also gerade in den ersten Tagen und Wochen darauf achten, dass die Pflanzen warm und mit extrem viel Licht stehen, damit sie wachsen. Von:

(up.picr.de/49618855er.jpg)

10 Tage alt auf 1,3 m nach 34 Tagen.

Sieh dir die verschiedenen Growreports hier an, da steht fast alles drin.

[Bild nicht übernommen]

Archiv-Mitglied CArchiv · redaktionell

Und sind die Autos jetzt kleiner als die Photos?

Bei mir sieht es nach zwei Monaten im Freien nämlich leider ähnlich aus, besonders die Autos wirken schon etwas klapprig. Ich vermute, das liegt am relativ kalten und dunklen Frühjahr bisher.

Archiv-Mitglied AArchiv · redaktionell

Tatsächlich habe ich nur Autos, weil ich mich hier im Norden wegen Schimmel und so an Photos nicht herangetraut habe. Ich versuche einfach Anfang Juni eine zweite Runde, sobald das Wetter besser wird.

Archiv-Mitglied BArchiv · redaktionell
Ich versuche einfach Anfang Juni eine zweite Runde, sobald das Wetter besser wird.

Mit Autos draußen starte ich gerade ein Experiment.

Keimung nicht 2 bis 3 Tage, sondern 5 bis 6 Tage. Die Keimlinge sind nachts mit Glas geschützt. Sie sind erst 7 Tage alt, also heißt es abwarten.

Ich komme direkt von der Ostseeküste, allerdings auf 8 bis 10 m Höhe. Ich glaube, du könntest sofort starten, dann aber gleich im Endtopf, und den zwar rausstellen, aber nicht einpflanzen. Ist nur eine Empfehlung.

6 bis 7 Tage alt:

(up.picr.de/49620590tm.jpg)

[Bild nicht übernommen]

Archiv-Mitglied DArchiv · redaktionell

Bei dir ist das Stickstoffmangel. Sie sind zu gelb, deshalb wächst da deutlich weniger.

Brenesseljauche (1:10 mit Wasser) oder, auch wenn es eklig klingt, Urin (ebenfalls 1:10 mit Wasser) würde das Problem am effizientesten innerhalb von 3 Tagen lösen.

Alternativ hilft auch ein Wachstumsdünger, in dem Fall mineralisch, weil es schnell wirken muss.

Archiv-Mitglied BArchiv · redaktionell

Für einen Neustart ist noch Zeit. Es wird wärmer.

Archiv-Mitglied BArchiv · redaktionell
Brenesseljauche (1:10 mit Wasser) oder, auch wenn es eklig klingt, Urin (ebenfalls 1:10 mit Wasser) würde das Problem am effizientesten innerhalb von 3 Tagen lösen.

Der Tipp mit dem Urin ist klasse.

Ich frage mich allerdings, ob das bei Automatic's in der 4. bis 5. Woche noch etwas bringt.

Archiv-Mitglied AArchiv · redaktionell

Alles klar, dann versuche ich mit dem Dünger noch etwas zu retten, auch wenn ich davon ausgehe, dass die Sache schon gelaufen ist.

Archiv-Mitglied DArchiv · redaktionell
Der Tipp mit dem Urin ist klasse. Ich frage mich allerdings, ob das bei Automatic's in der 4. bis 5. Woche noch etwas bringt.

Nein, sinnvoll ist das dann nicht mehr, eher schlecht. Bei Brenesseljauche und Urin (Harnstoff) handelt es sich um kräftige Stickstoffdünger. In der Blütephase gibt man nur noch sehr wenig Stickstoff und dafür mehr Phosphor und Kalium, etwa über Blütedünger oder organisch über Guano-Kot, Holzasche und Ähnliches.

Bekommt die Pflanze in der Blüte zu viel Stickstoff, steckt sie die Energie bevorzugt in Blätter und vernachlässigt die Blüten. Das ist also eher kontraproduktiv.

Archiv-Mitglied AArchiv · redaktionell

Alles klar, dann säe ich die anderen direkt im Endtopf. Wie viele Liter empfiehlst du?

Archiv-Mitglied DArchiv · redaktionell

Nein, verloren ist da noch nichts.

Hier kannst du zum Beispiel sehen, wie schnell sich eine Pflanze bei Stickstoffmangel wieder erholt.

Links ist der Stickstoffmangel zu sehen, danach wurde mineralischer, stickstoffdominanter Dünger gegeben, also Dünger mit Schwerpunkt auf Stickstoff (N), und nach 5 Tagen sah sie schon wieder aus wie rechts. Ab da war der Wuchs wieder normal und die Pflanze ging richtig voran.

Man sieht, wie schnell die Blätter wieder kräftig grün werden und wie schnell neue dazukommen. Stickstoffmangel lässt sich schnell ausgleichen.

[Bild nicht übernommen]

Archiv-Mitglied AArchiv · redaktionell

Sollte ich das Problem dann möglichst schnell mit einem Stickstoffdünger angehen? Ich müsste mir wohl einen im Baumarkt oder so holen, weil der andere sonst nicht rechtzeitig da ist.

Archiv-Mitglied BArchiv · redaktionell
Alles klar, dann säe ich die anderen direkt im Endtopf. Wie viele Liter empfiehlst du?

Da gehen die Meinungen weit auseinander, aber 5 bis 20 Liter sind in Ordnung.

Ich nehme nur 5,5-Liter-Töpfe, auch weil die Pflanze dann angeblich nicht zu groß wird.

Archiv-Mitglied DArchiv · redaktionell

Ja, wenn du welchen findest, nimm Brenesselsud. Der ist besser für die Natur und wirkt ähnlich schnell wie mineralischer Stickstoffdünger.

Ansonsten schau hinten bei den Düngern auf die Angaben, da steht das Verhältnis der Nährstoffe, zum Beispiel 8-3-4 (N-P-K).

N = Stickstoff P = Phosphor K = Kalium

Der erste Wert, also Stickstoff, sollte ungefähr doppelt so hoch sein wie die anderen, dann passt der Dünger gut.

Archiv-Mitglied BArchiv · redaktionell
Sollte ich das Problem dann möglichst schnell mit einem Stickstoffdünger angehen?

Einfach reinpinkeln, mit Wasser nachspülen und verdünnen😀 🤣 😀 🤣

Archiv-Mitglied AArchiv · redaktionell

Alles klar, danke 🙂

Archiv-Mitglied DArchiv · redaktionell

Ja, das geht auch. Pinkel in einen Behälter, gib 9 Anteile Wasser dazu und gieße damit. Natürlich nicht über die Blätter, die verbrennen sonst.

Klingt eklig, ist aber Natur. Der Bauer bringt seine Gülle mit Kot und Urin ja auch auf die Felder. Die Pflanze wandelt die Stoffe um, deshalb ist das absolut nicht eklig.

Und in organischen Biodüngern ist ebenfalls Mist und Tierisches drin, Knochen, Organe und so weiter. Lecker ist das alles nicht, aber die Pflanzen brauchen eben genau das.

Archiv-Mitglied AArchiv · redaktionell

Danke! Dann fahre ich morgen mal los und hole den.

Archiv-Mitglied BArchiv · redaktionell

Nochmal im Ernst: Deine Pflanzen werden in die Blüte gehen und die Ernte fällt dann eventuell gering aus.

In der BRD sind nur 3 Pflanzen erlaubt, Jungpflanzen und Stecklinge zählen dabei aber nicht mit.

Bevor du dich von den Pflanzen trennst, mach einen Neustart und entscheide dann, wenn die alten in die Blüte gehen.

Archiv-Mitglied DArchiv · redaktionell

Hier wird ja wie wild gepostet, aber zu jeder neuen Situation kann ich eben auch immer wieder neue Hinweise geben.

Solltest du dich wirklich für einen Neustart entscheiden, dann grab beim nächsten Mal für jede Pflanze ein Loch in deinen Garten, füll da etwa 10 bis 20 Liter vernünftige Erde ein, also eine hochwertige Grow- oder Blumenerde, und setz sie vorgezogen dort hinein.

Keimen würde ich trotzdem im kleinen Topf, am besten drinnen. Draußen frisst leicht ein Vogel den Samen noch vor der Keimung, oder es kommen direkt Schädlinge und die Pflanze hat keine Chance. Ich setze sie immer erst in der 2. Woche in die Natur.

Bei gutem Wetter kann man sie aber im Topf ein paar Tage nach der Keimung trotzdem schon auf den Balkon oder an einen geschützten sonnigen Platz stellen.


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