Zum Inhalt springen

Automatics wachsen draußen kaum – woran liegt es?

Seite 2 von 2 · zum ersten Beitrag

Archiv-Mitglied BArchiv · redaktionell
Hier wird ja wie wild gepostet, aber zu jeder neuen Situation kann ich eben auch immer wieder neue Hinweise geben.

Ich auch, nur würden wir uns beide dann einfach ständig wiederholen.

In unseren Grow-Beschreibungen steht doch fast alles, und wer Fragen hat, kann dort gezielt nachfragen.

Und lies einfach mal hier mit, da ergeben sich viele Antworten von selbst.

Nebenbei: Schön, dass du dabei bist, herzlich willkommen. 😀 😀

Archiv-Mitglied CArchiv · redaktionell
Tatsächlich habe ich nur Autos, weil ich mich hier im Norden wegen Schimmel und so an Photos nicht herangetraut habe. Ich versuche einfach Anfang Juni eine zweite Runde, sobald das Wetter besser wird.

Ich habe photoperiodische und autoperiodische Pflanzen gleichzeitig gesetzt, und die photoperiodischen sind mit dem relativ kalten, dunklen und feuchten Frühling deutlich besser zurechtgekommen. Das passt zwar nicht zu meinem Bild von der taffen Ruderalis, "die auch in einer Schutthalde überleben kann". Ich nehme aber mit, dass gerade die Ruderalis beziehungsweise die autoperiodischen Pflanzen es am Anfang warm brauchen, man sie also bis zu den Eisheiligen drinnen im Zelt vorzieht, wie oben schon empfohlen, oder sie erst ab den Eisheiligen auf den Balkon stellt.

Nebenbei: Ich bringe meine Pflanzen immer bis zur Ernte, auch wenn sie mickrig sind. Das bin ich meinen Mädels schuldig. Die deutsche Obergrenze von 3 Hanfpflanzen pro Person gilt übrigens nur für die Blütephase. Das heißt, ich kann mir jetzt noch zwei neue Autos hinstellen, die kommen dann erst in die Blüte, wenn die alten Autos schon abgeerntet sind.

Schimmel war bei mir im Frühjahr bei keiner Pflanze auf dem Balkon ein Problem.

Archiv-Mitglied EArchiv · redaktionell

Spannend, dass zu den 3 erlaubten Pflanzen nur die blühenden gezählt werden 🙂 Das wusste ich noch nicht. Bei meinen Autoflower sieht es auch nicht besser aus. Ich glaube, sie gehen bald in die Blüte und haben sich schon gestreckt, aber viel Blattmasse ist da auch noch nicht. Einen Stickstoffmangel sehe ich ebenfalls, der ist aber noch völlig im Rahmen und sollte kein großes Problem sein, wenn du düngst.

Ist deine Erde wirklich so sandig, oder wirkt das auf den Fotos nur so?

Archiv-Mitglied FArchiv · redaktionell
Spannend, dass zu den 3 erlaubten Pflanzen nur die blühenden gezählt werden 🙂

So ganz korrekt ist das nicht.

Im Cannabisgesetz steht eindeutig:

§ 9 Anforderungen an den privaten Eigenanbau (1) Personen, die das 18. Lebensjahr vollendet haben, ist im Geltungsbereich dieses Gesetzes an ihrem Wohnsitz oder an ihrem gewöhnlichen Aufenthalt der private Eigenanbau von insgesamt nicht mehr als drei Cannabispflanzen gleichzeitig erlaubt.

Nur bei Stecklingen ist die Sache nicht eindeutig geregelt.

Denn dort steht unter anderem auch:

§ 20 (3) Anbauvereinigungen dürfen an eine in Absatz 1 Satz 1 Nummer 1 und 2 genannte Person pro Kalendermonat höchstens sieben Samen oder fünf Stecklinge oder höchstens insgesamt fünf Samen und Stecklinge weitergeben.

Stecklinge definiert das Gesetz so:

6. Stecklinge: Jungpflanzen oder Sprossteile von Cannabispflanzen, die zur Anzucht von Cannabispflanzen verwendet werden sollen und über keine Blütenstände oder Fruchtstände verfügen;

PS: Willkommen hier.

Archiv-Mitglied CArchiv · redaktionell

... und erzählen sollte man niemandem, dass man so düngt, das führt leicht zu sozialer Vereinsamung. 😉

Ähnlich schnell wie mineralischer Dünger wirkt es allerdings nicht, denn bei Urin muss der Stickstoff wie bei jedem organischen Dünger erst von Bodenorganismen aufbereitet werden.

Aber wie Blackadder einst sagte: "Wenn Du das Zeug gut findest, dann kenne ich eine unerschöpfliche Quelle dafür."

Archiv-Mitglied CArchiv · redaktionell

Bei mir steht seit einem Monat eine Vollautomatische, also eine autoperiodische Hanfpflanze, auf dem Balkon, die praktisch nicht gewachsen ist, auch wenn sie selbst in Ordnung aussieht.

Jetzt habe ich sie reingeholt und auf die Fensterbank gestellt. In der nächsten Woche schaue ich, ob wärmer und trockener bei weniger Licht, drinnen ist es ja dunkler, tatsächlich zu besserem Wachstum führt.

Außerdem überlege ich, bei den anderen Pflanzen selbstgemachte Manschetten, zum Beispiel aus Teichfolie, um den Stamm und über die Erde im Blumentopf zu legen, damit der Dauerregen keine Staunässe verursacht. Mir ist auch aufgefallen, dass mir das Düngen mit Flüssigdünger bei Dauerregen schwerfällt, ich will ja nicht mit Düngerlösung gießen, wenn die Erde schon klitschnass ist. Bisher habe ich in dem Fall einfach gar nicht gegossen und gedüngt.

Archiv-Mitglied BArchiv · redaktionell
Bei mir steht seit einem Monat eine Vollautomatische, also eine autoperiodische Hanfpflanze, auf dem Balkon, die praktisch nicht gewachsen ist, auch wenn sie selbst in Ordnung aussieht.

Bei mir genau das gleiche Spiel. Es war allerdings sehr kalt, 8, 11 und 15 °C auf dem Balkon.

Dabei sind die "Große", die "Getoppte" und die neu "Angesäten". Für ein Foto ist bisher nichts lohnenswert dabei, aber es wird wärmer.

Archiv-Mitglied DArchiv · redaktionell

Ich hatte in meinem Grow ja mal die folgende Tabelle gepostet:

Grobe Schätzung der Wachstumsrate von Cannabis Sativa, in Prozent des Optimums

Temperatur (°C) Wachstumsrate (% des Optimums) Erklärung

0–6°C 0% Wachstum findet nicht statt (Kältestress, Zellschäden).

8°C 5% Wächst extrem langsam (Metabolismus nahezu eingefroren).

10°C 10% Kaum Aktivität, die Wurzeln nehmen fast keine Nährstoffe auf.

12°C 20% Wächst langsam, erste Blätter sind aber zu sehen.

14°C 40% Mäßige Aktivität, die vegetative Phase setzt ein.

16°C 60% Stoffwechsel läuft stabil, optimal ist es aber nicht.

18°C 80% Wächst gut, der Idealbereich ist aber noch nicht erreicht.

20–28°C 90–100% Optimalbereich: Photosynthese am Anschlag, Blätter und Stiele bilden sich schnell.

28°C 95% Bei schlechter Belüftung leichte Hitzebelastung, der Ertrag bleibt aber gut.

30°C 70–80% Hitzestress: Das Wachstum bremst, die Transpiration schnellt hoch.

32°C+ <50% Deutliche Schäden (Blattrollen, blockierte Nährstoffe, Gefahr von Schädlingen).

Das kann man sich ausrechnen. Bei nur 16 °C am Tag und vielleicht 8 °C in der Nacht kommt man im Schnitt womöglich auf 25% des möglichen Wachstums. Ist es dann auch noch stark bewölkt, sind es vielleicht sogar nur 15 bis 20%.

Ich bin ja extrem früh gestartet, Anfang April, und hatte sie schon Mitte April draußen im Gewächshaus. Meine Pflanzen hatten mehrfach hintereinander Nachttemperaturen von nur 2 °C, und an diesen Tagen stand das Wachstum praktisch still.

Also ja, aktuell ist es bewölkt und noch nicht richtig warm. Deshalb haben wir deutschen Grower alle dieses Problem.

Bei mir kommt jetzt sogar noch das Thema Schimmel dazu. 6 Tage Regen und teilweise über 95% Luftfeuchte. Das wird wieder ein Spaß. Erst kalt in der Wachstumsphase und dann punktgenau zur fortgeschrittenen Blütephase maximal Regen und Luftfeuchte.

Da habe ich leider einen schlechten Moment erwischt, aber die Natur kann niemand vorhersagen.

Archiv-Mitglied BArchiv · redaktionell

Genau das ist das Tolle an unseren Wachstums-Berichten.

Die vielen Experimente sollen ja nur zeigen,

was wie und wo möglich ist. Oder eben wenig oder gar nicht.

Archiv-Mitglied CArchiv · redaktionell

Die Regenschutzschurze sind fertig!

(postimg.cc/34jWWGWX)

(postimg.cc/Yj1CxQrY)

Ich habe meinen Baumarkt nach passender Plastikfolie abgesucht, gebastelt habe ich sie am Ende aus Prospekthüllen:

(postimg.cc/k2PdjgcZ)

rote Linie = Schnittlinie

Ich bin gespannt, ob sich meine Pflanzen etwas erholen.

[3 Bilder nicht übernommen]

Archiv-Mitglied CArchiv · redaktionell

Und heute war dann gefühlt der erste trockene Tag seit Ewigkeiten ...

Im Nachhinein finde ich es gut, dass die Abdeckung transparent ist, sonst hätte es womöglich Probleme mit Moder und Schimmel gegeben.

Aufgefallen ist mir außerdem, dass die größeren Pflanzen weniger Probleme mit dauernasser Erde haben, denn ihr dichtes Blattwerk hält den Regen in den 11-Liter-Töpfen weitgehend ab. Bei den kleineren Pflanzen ist es dagegen ein circulus vitiosus, und da könnten die Regenschutzschurze wirklich eine gute Idee sein.

Archiv-Mitglied BArchiv · redaktionell
Ich habe meinen Baumarkt nach passender Plastikfolie abgesucht, gebastelt habe ich sie am Ende aus Prospekthüllen: (https://postimg.cc/k2PdjgcZ)

Warum machst du es dir so kompliziert?

Nimm einen Untertopf, notfalls eine Nummer größer, und mach in die Mitte ein Loch, damit der Stiel Platz hat.

Dann schneide ihn bis zum Loch ein. Wenn es mit Biegen nicht klappt, mach einen Schlitz für den Stiel.

Und dann das Ganze oben drauf als Regenschutz.

[Bild nicht übernommen]

Archiv-Mitglied CArchiv · redaktionell

Auch eine Möglichkeit, und die Deckel werden wohl nicht so leicht weggeweht. Danke für den Tipp!


Anmelden und antwortenMitlesen geht auch ohne Konto.