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Wann säe ich für den ersten Anbau im Garten aus?

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Archiv-Mitglied AArchiv · redaktionell

Ich will dieses Jahr zum ersten Mal draußen bei uns im Garten eine Cannabispflanze großziehen. Meine wichtigste Frage ist erst einmal der Zeitpunkt: Wann gehören die Samen in die Erde, welcher Monat ist dafür am besten?

Archiv-Mitglied BArchiv · redaktionell

Zieh sie erst mal im Blumentopf auf der Fensterbank vor und setze sie nach den Eisheiligen, also etwa ab Mitte Mai, ins Freie. Ich drücke die Daumen.

Archiv-Mitglied AArchiv · redaktionell

Vielen Dank für die Antwort.

Hast du eine Sorte im Kopf, die einigermaßen robust und für Anfänger geeignet ist?

Archiv-Mitglied BArchiv · redaktionell

Hallo, da muss ich leider passen. Aus meiner Sicht hängt das auch stark vom Standort ab: Bei Südlage und genug Platz würde ich eher in Richtung Sativa gehen, also hoher Sativaanteil – die werden dann allerdings auch gerne mal riesig. Ich selbst probiere sowieso lieber immer wieder etwas Neues aus oder nehme, was es beim Händler meines Vertrauens gerade günstig gibt. Hast du schon eine gute Quelle für Stecklinge oder Samen?

Vielleicht magst du nebenbei noch ein paar Autos ziehen. Dabei lernt man viel, man erntet schnell, und robust sind sie auch. Für mich sind das die Pflanzen für den Einstieg.

Eins noch: Selbst im Garten ziehen finde ich richtig sympathisch. Viel Erfolg – ach, eigentlich einfach viel Spaß!

Archiv-Mitglied BArchiv · redaktionell

PS: Wenn du Samen kaufst, dann unbedingt feminisierte. Schon deshalb, damit du dich nicht mit den Männchen herumschlagen musst.

Archiv-Mitglied AArchiv · redaktionell

Ich hatte vor, ein paar Samen bei Sensi Seeds zu bestellen. Die Auswahl dort ist allerdings so riesig, dass ich wohl noch etwas tiefer recherchieren muss. Über Autoflowers hatte ich auch schon gelesen, aber die sollen doch nicht besonders ergiebig sein?!

Archiv-Mitglied BArchiv · redaktionell

Sensi ist natürlich ein Klassiker. Mir ist der Onlineshop von Sensi Seeds recht teuer, dazu kommen noch happige 7,50 € Versandkosten. Vielleicht findest du vor Ort in einem Laden etwas Günstigeres und Besseres – womöglich sogar direkt Stecklinge?

Damit kein Missverständnis entsteht: Autos würde ich nicht in den Garten auspflanzen. Für den Einstieg sind sie aber prima und liefern schnell Ertrag. Schnell und klein heißt natürlich auch: Es kommt weniger heraus als bei einem vier Meter hohen Sativa-Baum, der sich dafür den ganzen Sommer Zeit nimmt.

Und noch etwas: Auf Samen findet sich grundsätzlich kein Datum. Mir hat man schon mal Samen angedreht, die offenbar nicht mehr keimfähig waren, und zwar in einem Laden, dem ich eigentlich vertraut habe. Das hat mir ein ganzes Anbaujahr verdorben.

Ich muss mich selbst korrigieren: Auf jeder billigen Gartenkresse steht inzwischen ein Datum, nur auf den Cannabis-Samen nicht, die pro Stück auch mal 10 € und mehr kosten. Die Hersteller wollen den Händlern eben keine Probleme machen.

Also feminisiert, und ich würde danach gehen, was gerade günstig zu haben ist, und eher zu einem Klassiker wie Kush, Amnesia, Haze oder Skunk greifen. Auf dem Markt haben Indicas die Oberhand, weil Sativas dazu neigen, riesig zu werden, und das ist besonders im Zelt ein Ausschlusskriterium.

Noch mal zurück zu Sensi Seeds: Die bieten eine Auswahl an Anfängersamen an, schreiben aber nicht dazu, was das genau sein soll:

sensiseeds.com/de/hanfsamen/anfaenger-sorten

Archiv-Mitglied AArchiv · redaktionell

Wie war das oben mit den 150 g zum Aussuchen gemeint?

Ich werde bestimmt mehrere Sorten testen und schauen, welche sich an meinem Standort am besten entwickelt. Eine Autoflower wird zum Ausprobieren wohl dabei sein. Ich berichte dann, wie es läuft. Bei uns im Ort kenne ich leider keinen Verkäufer für Cannabissamen. Im Netz ist die Auswahl aber groß genug – im ersten Jahr gebe ich ohne jede Erfahrung sowieso mehr Geld aus.

Archiv-Mitglied BArchiv · redaktionell

Schau mal auf royalqueenseeds.de ... da gefallen mir die Preise und die 3,50 € Versandkosten auf Anhieb besser; dafür gibt es einen Mindestbestellwert von 35 €.

Archiv-Mitglied BArchiv · redaktionell

Das Thema Samen im Internet kaufen finde ich grundsätzlich spannend, auch wenn bei mir die Versorgungskette inzwischen steht. Einen Tipp aus dem Forum kann ich aber weitergeben: herbiesheadshop.com verlangt keinen Mindesteinkauf und keine Versandkosten. Auch wenn der einzelne Same dort etwas teurer ist, lohnt sich das für Normalverbraucher, die nur wenige Samen brauchen und gern mal etwas Neues testen wollen – die also je einen Samen hiervon und einen davon probieren möchten.

Wenn ihr noch einen guten Tipp habt, machen wir dazu vielleicht einen eigenen Thread auf, das Thema ist ja durchaus spannend.

Archiv-Mitglied AArchiv · redaktionell

Danke, den Shop kannte ich noch nicht.

Archiv-Mitglied AArchiv · redaktionell

Gut, ich lese hier jetzt nicht alle Beiträge im Forum, nur um zu verstehen, was gemeint war ;). Willst du sagen, dass du 150 g herausbekommen und den Rest weggeworfen hast, weil zu Hause nur 50 g erlaubt sind?

Ich würde es wohl so anlegen, dass meine Pflanzen versetzt wachsen und nacheinander erntereif werden, dann habe ich das Problem gar nicht.

Archiv-Mitglied CArchiv · redaktionell

Wie oben schon geschrieben wurde, solltest du jetzt schon damit anfangen, die ersten Samen oder Stecklinge auf der Fensterbank vorzuziehen. Je nach Region kannst du teilweise sogar früher ins Freie, aber die Eisheiligen sind auf jeden Fall ein guter Anhaltspunkt.

Archiv-Mitglied DArchiv · redaktionell

Als Anfänger würde ich dir ganz klar Autoflower empfehlen.

Reguläre Sorten werden in Deutschland je nach Wahl erst Mitte bis Ende Oktober fertig.

Mit etwas Pech erwischt man einen kühlen, regnerischen Herbst, dann reifen die Pflanzen nicht mehr vollständig, und Grauschimmel kommt obendrauf.

Reguläre Sorten empfehle ich nur für Indoor und eingeschränkt noch draußen im Gewächshaus.

Nimm am besten so 5-6 Samen, wenn du drei Pflanzen willst. Die Keimrate kann auch mal schlecht sein, deshalb lieber 2-3 mehr einplanen.

Zu früh würde ich nicht pflanzen, die Pflanzen sollen ja die beste Zeit im Sommer mitnehmen. Für Autoflower ist Mitte Mai ideal.

Auf der Fensterbank würde ich sie nur bis zum Keimen vorziehen, danach brauchen sie sofort so viel Tageslicht wie möglich. Stehen sie zu lange am Fenster, bekommst du nur dünne, lange Pflanzen ohne große Blätter.

Genau deshalb ist Mitte Mai auch der früheste Termin. Dann passen Temperatur und Tageslichtdauer zusammen.

Frost verträgt Cannabis überhaupt nicht. Nachts sollte es über 10 °C haben. Eine einzelne Nacht mit nur 5 °C bringt die Pflanzen aber auch nicht sofort um.

Meine Samen habe ich bisher immer bei Cannapot gekauft. Das ist ein spanischer Händler mit einem Zwischenlager in Österreich, der Versand nach Deutschland läuft also in der Regel über Österreich. Deshalb dauert die Lieferung nach Zahlungseingang nur etwa drei Tage.

Die lagern ihre Samen in einem speziellen System in einem Industriekühlschrank, man bekommt dort also sicher keine Samen, die wegen falscher Lagerung nicht mehr keimen.

Cannapot hat Samen von rund 150 bekannten Züchtern im Sortiment, unter anderem auch Sensiseeds, die Auswahl ist also frei.

Es gibt aber auch andere Samenhändler, die genauso super sind, Pflicht ist das also nicht. Der Shop ist eben solide.

Archiv-Mitglied AArchiv · redaktionell

Danke dir für die ausführliche Antwort. Ich halte mich wohl an eure Tipps und hole mir Autoflowers. Bis Mai bleibt mir ja noch etwas Zeit, um die Samen auszusuchen.

Archiv-Mitglied BArchiv · redaktionell

Mein Tipp wäre, Photos und Autos parallel laufen zu lassen.

Meine Pflanzen sind gerade 20 cm hoch und stehen in 0,7-l-Töpfen. Ich trage sie auf einfachen Plastiktabletts nach Bedarf raus und wieder rein. Momentan stehen sie wieder drinnen, weil ihnen Temperaturen unter etwa 10 °C nicht gut bekommen, sie andererseits aber Sonne brauchen. So wird es wohl noch mindestens einen Monat weitergehen.

Archiv-Mitglied BArchiv · redaktionell

... vielleicht setze ich sie auch mal in einen Kinderwagen und schiebe sie durch die Stadt, wie eine Hundemutti oder eine Katzenoma.

Archiv-Mitglied BArchiv · redaktionell

Wie sieht dein Setup aus, und welche Möglichkeiten hast du? Da sind ja sehr viele Konstellationen denkbar. In einem großen Zelt könnte ich mir vorstellen, erst gedrängt und gemischt aufzuziehen; nach drei Monaten werden die Autos geerntet und machen Platz für die Photos, die dann noch ein bisschen vegetieren, also wachsen, können, bevor man sie in die Blüte schickt. So sehen meine pipe dreams jedenfalls aus ...

Autos kannst du auch auf der Fensterbank ziehen.

Bei mir laufen Photos und Autos gerade parallel und ziehen, wie gesagt, häufig zwischen Balkon und Fensterbank um. Ab Mitte Mai stehen sie dauerhaft draußen, im Juni ernte ich die Autos, und die Photos haben dann noch drei oder vier Monate. Ich habe hier auch schon Ende Oktober geerntet, mit etwas Glück könnte es sogar in den November gehen ...

Sollte es aber natürlich nicht. Ernten sollte man, wenn die Trichome eintrüben, und nicht die Ernte hängen lassen, weil es noch zwei Wochen warm, hell und trocken bleibt.

Hope this helps!

Archiv-Mitglied BArchiv · redaktionell
Autos vergeilen auf der Südfensterbank ohne Zusatzlicht und sind dann für die Tonne.

Schluck! Bitte erklär mir das! Ich hoffe, ich habe mich verlesen.

Archiv-Mitglied DArchiv · redaktionell
Mein Tipp wäre, Photos und Autos parallel laufen zu lassen. Meine Pflanzen sind gerade 20 cm hoch und stehen in 0,7-l-Töpfen. Ich trage sie auf einfachen Plastiktabletts nach Bedarf raus und wieder rein. Momentan stehen sie wieder drinnen, weil ihnen Temperaturen unter etwa 10 °C nicht gut bekommen, sie andererseits aber Sonne brauchen. So wird es wohl noch mindestens einen Monat weitergehen.

Ich halte niemanden davon ab, photoperiodische Samen zu wählen und draußen anzubauen, man sollte sich aber über die Umstände im Klaren sein:

• Bei sativadominanten Strains wird die Pflanze bis zu drei Meter hoch, bei Indica etwa zwei Meter

• Die Ernte pro Pflanze kann getrocknet über 300 Gramm betragen, damit ist man definitiv außerhalb des legalen Bereichs. Zum Trocknen braucht man genug Platz zum Aufhängen und vor allem einen geeigneten Ort mit unter 60 % Luftfeuchte und rund 20 Grad Raumtemperatur. Zu der späten Jahreszeit kann das nicht draußen sein. Hängt man sie drinnen auf, riecht die gesamte Umgebung danach. Die Buds so einer großen Pflanze sorgfältig zu trimmen dauert 20 bis 40 Stunden. Das Trimmen muss außerdem schnell genug passieren, damit man sie mit etwa 55 bis 60 % Restfeuchte in Gläser packen kann und sie nicht vorher völlig ausgetrocknet sind. Feuchtigkeit nachträglich zuzuführen, etwa mit Boveda Hygro-Packs, ist nicht ideal, weil beim starken Trocknen auch Terpene verdunsten, die dann für immer verloren sind. Eigentlich sollen die Hygro-Packs eher zu hohe Luftfeuchte absorbieren und den Wert halten, nicht Feuchtigkeit abgeben.

• Photoperiodische Sorten blühen erst, wenn der Tag kürzer als etwa 12 Stunden wird. Das ist ungefähr Ende August der Fall.

• Wählt man die falschen Sorten mit langer Blütezeit, kann es passieren, dass sie selbst im November nicht fertig geworden sind und man vorzeitig ernten muss, mit deutlichen Verlusten bei Qualität und Wirkung. Sogenannte fast Sorten oder indicadominante Strains werden in unseren Breitengraden eher fertig. Sativadominante Sorten, oft auch die sogenannten "Haze"-Sorten, lassen sich in unserer Klimazone draußen nicht rechtzeitig fertigstellen. Dort kann die Blütezeit bis zu 13 Wochen dauern.

• Bei einem regnerischen Herbst ist Bud Rot, also Grauschimmel, fast der Normalfall. Dann muss man noternten, und wenn man es zu spät merkt, müssen große Mengen entfernt werden. Grauschimmel gefährdet die Gesundheit. Mit einem Gewächshaus oder Dach kann man etwas entgegenwirken, aber bei regnerischen Tagen und dauerhaft erhöhter Luftfeuchte tritt Bud Rot auch dann auf.

• Photoperiodische Sorten draußen sind ein Glücksspiel. Spielt ein guter Herbst in die Karten, kann es relativ gut laufen. Hat man dagegen einen regnerischen Herbst, ist die Pflanze nicht fertig geworden und von Schimmel befallen, dann ist das extrem frustrierend: Am Ende hat man 90 % durch mühseliges Abschneiden von Schimmel entfernt, und übrig sind nur die kleinsten Blüten ohne Schimmel. Bud Rot breitet sich von innen aus der Blüte heraus aus und wird schnell übersehen, bis er schon weit fortgeschritten ist. Hinterher fragt man sich, warum man das gemacht hat. Nächstes Mal anders!

Wem diese Umstände klar sind und wer darauf Bock hat, kann das natürlich machen. Viel leichter ist es aber, einfach Automatik-Sorten zu pflanzen:

• Bei Automatik hat man freie Sortenauswahl, und sie werden immer rechtzeitig fertig, wenn man sie vor Juli pflanzt, in der Regel nach 65 bis 110 Tagen.

• Die Schimmelgefahr ist gering, weil man die feuchte, regnerische Herbstzeit umgehen kann

• Die Menge bleibt mit 10 bis 70 Gramm getrocknet pro Pflanze überschaubar, und man wird nicht plötzlich von erheblicher Trimmarbeit und dem Platzbedarf fürs Aufhängen zum Trocknen erschlagen.

• Autos sind mit einer Höhe von 40 bis 160 cm unauffällig und in Töpfen gut transportabel, etwa um sie an Regentagen irgendwo unterzustellen

• Automatik-Sorten sind inzwischen sehr gut gezüchtet. Der Ruderalisanteil liegt oft unter 5 %, dadurch unterscheiden sich Terpenprofil und THC-Gehalt – der bei Autoflower auch bis zu 26 % erreichen kann – nur minimal von den photoperiodischen Sorten

• Weil Autoflower im Hochsommer angebaut werden und die Blüten die heißen, sonnigen Tage mitnehmen können, bilden sie sich optimal aus. Terpenprofil und Bildung der Cannabinoide sind ideal. Oft sind die Automatiksorten dann aromatischer und stärker als photoperiodische Sorten, die man in unseren Breitengraden anbaut. Ideal werden die nur unter einer Lampe.

Unter diesen Aspekten ist es viel einfacher, eine größere Sortenvielfalt an Automatik zu wählen, als so einen riesigen Drei-Meter-Busch zu haben, der lange braucht, womöglich schimmelt und nicht fertig wird.

Unter einer Growlampe ist das eine ganz andere Sache: Dort stelle ich bei einer photoperiodischen Sorte ein, wann der Tag 12 Stunden dauert, und leite damit die Blütephase ein. So bekomme ich auch jede Haze-Sorte erfolgreich gegrowt.

Die Automatiksorten sind quasi dafür erfunden worden, Pflanzen draußen in Breitengraden wie unseren anzubauen. Warum sollte ich nicht das nutzen, was sich wesentlich leichter anbauen lässt?


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