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Versuch: Breiterer Wuchs durch mehr Wasser

Seite 1 von 2 · zum letzten Beitrag

Archiv-Mitglied AArchiv · redaktionell

Hallo in die Runde,

ihr wundert euch bestimmt, was das hier werden soll, aber ich hatte einfach Lust, mal etwas auszuprobieren…

Mir ging es darum, bei einer Pflanze mehr Ertrag rauszuholen. Dafür sollte sie so breit und buschig werden wie möglich. Also habe ich ihr von Beginn an die doppelte Wassermenge gegeben, verglichen mit den übrigen Pflanzen. Außerdem hatte ich mir vorgenommen, die Blätter erst kurz nach Blühbeginn zu schneiden.

Die Idee dahinter: Das Gewicht der Blätter und das Wasser darin sollen die Hauptäste nach außen ziehen. So erhoffte ich mir eine größere Fläche, auf der Blüten entstehen können.

Bis jetzt ist genau das eingetreten. Die Pflanze ist schön breit geworden und blüht seit einer Woche. Seit drei Tagen nehme ich ihr nach und nach die großen Blätter ab, damit am Ende nur die Blüten übrig sind.

Und jetzt erst mal ein paar Aufnahmen.

Anzucht Ende Mai

Ein paar Tage danach

Und noch etwas später

Die Testkandidatin steht ganz rechts

Weitere Updates folgen 😉

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Archiv-Mitglied AArchiv · redaktionell

Auf diesem Bild ist sie ganz links zu sehen.

Und hier eines, an dem man die Größe abschätzen kann. Ich selbst bin 1,90 m groß, die Versuchspflanze steht links. Man erkennt gut, wie breit sie wird.

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Archiv-Mitglied BArchiv · redaktionell

Dass Pflanzen von zu viel Wasser in die Breite gehen, ist mir neu.

Was ich zu dem Thema kenne:

• Indica-lastige Sorten wachsen von Natur aus breiter als sativalastige.

• Topping, also das Kürzen der Spitze, macht sie breiter, weil mehr Kraft in die Seitentriebe geht.

• Auch Herunterbinden oder behutsames Knicken junger Äste macht die Pflanze buschiger.

• Reichlich Licht sorgt für buschigen Wuchs. Fehlt Licht, vergeilen sie und schießen nach oben, um welches zu finden.

• Ein höherer Blauanteil im Licht lässt sie gedrungener wachsen.

Mir persönlich wäre das Experiment die Gefahr von Wurzelfäule durch zu viel Wasser nicht wert. Cannabis kommt mit trockenen Regionen ohnehin ziemlich gut zurecht.

Gibt es dazu wissenschaftliche Belege, dass kräftiges Gießen die Wuchsform verändert? Wie bist du darauf gekommen?

„Theoretisch" mag dein Versuch aufgegangen sein, aber vielleicht hast du auch einfach zufällig einen indicalastigeren Phänotyp erwischt, der von sich aus breiter wächst.

Archiv-Mitglied AArchiv · redaktionell

Mir ging es darum, ob man die Wuchsform beeinflussen kann.

Wurzelfäule halte ich hier für ausgeschlossen, weil der Topf klein ist und unten viele Löcher hat, überschüssiges Wasser läuft also ab.

Wie schon gesagt: Es hat funktioniert, und ich hoffe, die nächsten Bilder machen deutlich, was ich meine.

Das Ganze ist keine Wissenschaft und auch keine Anleitung aus dem Netz, sondern schlicht mein eigener Versuch.

Anfangs sind die Seitentriebe durch das viele Wasser in Blättern und Trieben fast waagerecht nach außen gegangen. Mit weniger Wasser und mit Schnitt wären sie bestimmt wieder „normal" schräg gewachsen.

Kann auch einfach Glück gewesen sein, aber ich freue mich darüber 🙂

Weitere Bilder kommen…

Archiv-Mitglied CArchiv · redaktionell

Mich würde interessieren, wie du die Pflanze RECHTS behandelt hast. Der Baum sieht klasse aus!

Außerdem sehe ich, dass links und rechts unterschiedlich große Töpfe stehen, und das wirkt sich stark auf das Wachstum aus.

Aus meiner eigenen Erfahrung kann ich nicht bestätigen, dass reichlich gewässerter Hanf besser oder breiter wächst. In diesem Sommer hatte ich wegen des Dauernieselns wirklich Probleme mit zu viel Feuchtigkeit.

Archiv-Mitglied CArchiv · redaktionell

Bei Töpfen aus Plastik stelle ich immer wieder fest, dass die Erde dauerhaft zu nass bleibt.

Heute habe ich eine kleine Dame geerntet: seit über einer Woche kein Gießen, in den letzten Tagen auch kein kräftiger Regen, und trotzdem ist die Erde noch klatschnass.

Womöglich sollte ich draußen einfach generell auf Filztöpfe wechseln.

Archiv-Mitglied AArchiv · redaktionell

Die rechte habe ich nach der sechsten Verästelung gekappt und danach mehr oder weniger dauerhaft feucht gehalten. Sie steht den ganzen Tag in der Sonne und wird über den Tag verteilt mehrmals gedreht.

Einmal pro Woche gieße ich mit Flüssigdünger, und die Blätter dünne ich regelmäßig etwas aus.

Mit Plastiktöpfen hatte ich noch nie Ärger. Solange genug Löcher drin sind, kann kaum etwas schiefgehen.

Mir ist aufgefallen, dass ab einer bestimmten Topfgröße das Wachstum nicht mehr eingeschränkt wird. Darum nehme ich lieber kleinere.

Ich achte nur darauf, dass meine Pflanzen wirklich keinen Regen abbekommen, mehr nicht.

Archiv-Mitglied CArchiv · redaktionell

Nachfrage zur Rechten: von dir oder von mir aus betrachtet? Gemeint ist die größte der ähem drei Pflanzen, die auf dem blauen Wägelchen.

Archiv-Mitglied DArchiv · redaktionell
Die rechte habe ich nach der sechsten Verästelung gekappt und danach mehr oder weniger dauerhaft feucht gehalten.

Willkommen im Club der anderen Art.

Hätte ich deine Möglichkeiten und könnte Photoperiodische im Garten oder auf der Terrasse ziehen, würde ich für maximales Breitenwachstum nach vier Verästelungen toppen und danach jeweils nach drei weiteren.

Und dann alles so, wie du es gemacht hast.

Archiv-Mitglied AArchiv · redaktionell

Ja, genau die ist auch gemeint 😉

Hier beim Entlauben Mitte August.

Eine einzige Sturmböe hat dann gereicht, und der Stamm ist direkt über der Erde abgeknickt…

Schade, aber man lernt ja auch daraus für den nächsten Durchgang ✌🏼

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Archiv-Mitglied AArchiv · redaktionell

Zurück zum Versuch.

Auf diesem Bild sieht man, wie die Blätter herunterhängen, weil sie voll Wasser sind. Entlaubt war zu dem Zeitpunkt noch nichts.

Und hier eine Aufnahme nach normaler Wassergabe, bei der die Blätter wieder aufrecht stehen.

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Archiv-Mitglied AArchiv · redaktionell

Die Äste sind allerdings richtig schwer geworden, deshalb habe ich jeden einzelnen davon abgestützt.

Auf diesem Bild erkennt man, wie die Triebe durch das Gewicht der Blätter nach außen gewachsen sind.

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Archiv-Mitglied CArchiv · redaktionell

Weißt du schon, wie du deine Bäume sturmfest machst?

Abspannen?

Am Sonnenschirm festbinden?

Archiv-Mitglied AArchiv · redaktionell

Bei Regen und Sturm wandert sie in ihren geschützten Unterstand, der im Hintergrund zu sehen ist. Genau deshalb stehen meine Pflanzen grundsätzlich auf Rollwagen 😉

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Archiv-Mitglied CArchiv · redaktionell

Gar nicht schlecht. Da geht aber noch mehr.

Zum Beispiel vier Mähroboter an eine Wetterstation hängen. Dann rollen die Pflanzen bei Sonne an den hellsten und kühlsten Platz im Garten und fahren bei Sturmwarnung von allein in den Unterstand zurück.

😉

Archiv-Mitglied AArchiv · redaktionell

Die wird jetzt wirklich gehütet wie ein Schatz 😂

In den letzten Tagen habe ich nach und nach die Blätter abgenommen, jetzt sieht man richtig, wie breit sie geworden ist.

Weil so viel Fläche in die Sonne zeigt, haben sich viele Blüten gebildet, und ich bin gespannt, wie es weitergeht 😉

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Archiv-Mitglied AArchiv · redaktionell

Die Blätter sind inzwischen zum größten Teil weg, dadurch treten die einzelnen Buds schon deutlich hervor. Bin neugierig, was die nächsten Tage bringen….

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Archiv-Mitglied DArchiv · redaktionell

Seit dieser wirklich spannende Thread hier läuft, merke ich, dass ich große Wissenslücken habe oder etwas grundlegend nicht verstehe.

Nach meinem Kenntnisstand kann eine Pflanze über ihr Kapillarsystem nur so viel Wasser nach oben befördern, wie oben verdunstet. Zusätzliches Wasser lässt sich nicht transportieren, wenn oben nicht „gesaugt" wird. Es gibt durchaus große Gewächse und Bäume, die direkt am oder im Wasser stehen, aber die legen in den Blättern keinen Wasserspeicher an.

Biologisch erschließt sich mir das nicht, über Aufklärung freue ich mich. 👍 👍

Du bekommst riesige Pflanzen hin 👍 und weißt offensichtlich, was du tust. Respekt.

Archiv-Mitglied AArchiv · redaktionell

Ein älterer Gärtner hat mir vor langer Zeit mal erzählt, dass Pflanzen bei einem großen Wasserangebot ihr Wachstum teilweise entsprechend anpassen. Nachgeprüft oder weiter hinterfragt habe ich das nie.

Vor der Saison fiel mir das zufällig wieder ein, und daraus ist dann die Idee für diesen Versuch entstanden.

Wie gesagt: nichts geprüft, nichts belegbar, aber der Plan ging auf, beziehungsweise ich hatte Glück.

Hoffentlich verwirre ich hier nicht die Menschheit 😂🙈

Archiv-Mitglied DArchiv · redaktionell
dass Pflanzen bei einem großen Wasserangebot ihr Wachstum teilweise entsprechend anpassen

Da bin ich ganz deiner Meinung.

Also Wasser bis knapp vor die „Wurzelfäule", sprich so viel, wie die Pflanze jederzeit aufnehmen kann. Sag mal, deine Töpfe haben doch Löcher? Dann läuft alles, was nicht aufgenommen wird, unten wieder raus?

Damit die Erde möglichst durchgehend optimal feucht bleibt, mische ich Perlite unter und lasse sie nie auch nur in die Nähe des Austrocknens kommen, wie es ja oft empfohlen wird. Du willst also nicht überwässern, sondern nur praktisch immer maximal feuchte Erde?

Ich glaube, ich habe es kapiert, und mache es genauso.

Archiv-Mitglied AArchiv · redaktionell

Genau so läuft es bei mir. Die war durchweg tropfnass und nie trocken. Kleine Töpfe mit vielen zusätzlichen Löchern verhindern aus meiner Sicht die Wurzelfäule. Es war nur ein Versuch, aber ich bin sehr zufrieden damit. Als Erde nehme ich seit immer Tomatenerde ohne weitere Zusätze. Dazu einmal in der Woche Flüssigdünger, das ist alles.

Entscheidend ist für mich, dass ab der Blüte wirklich kein Regen mehr an die Pflanzen kommt und dass sie häufiger in der Sonne gedreht werden.

So hatte ich bisher immer die besten Ergebnisse, und ich hoffe, das bleibt so 😉✌🏼

Nachts in den Unterstand und ein wenig vor Tau schützen…. Mehr ist nicht nötig.


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