Ja, mir fiel auch nicht das passende Wort ein. Salze stecken aber ebenso in organischen Düngern, nur eben viel weniger.
Ganz genau genommen kann man den Boden also auch organisch versalzen, normalerweise schafft man das aber nicht.
Wenn Leben in der Erde ist, also Mikroorganismen, werden die Salze wieder abgebaut. Erst wenn man stark "mineralisch" düngt, killt man das Bodenleben, und dann findet dieser Abbau nicht mehr statt.
Egal wie: Der Fragesteller hier hat vermutlich genau dieses Problem, und deshalb bleiben die Blüten so klein.
Kleine Töpfe, viel zu viel CalMag und insgesamt ein sehr ausgebauter Düngeplan führen genau dahin: zu hoher EC-Wert im Substrat und im Gießwasser und damit eine Nährstoffsperre.
Weniger CalMag und mehr Substrat, also größere Töpfe, räumen das Problem aber aus dem Weg. Mit meinen Hinweisen sollte der nächste "Run" besser laufen.
Von großen Düngemengen und all diesen Zusätzen, die manche Hersteller den Leuten "unterjubeln" wollen, halte ich grundsätzlich wenig. In kleinem Umfang okay, aber die Angaben finde ich teilweise zu hoch angesetzt. Man kann damit mehr zerstören als gewinnen, besonders wenn man zu oft damit gießt.
Die wollen natürlich viel von ihren Produkten verkaufen und den "Durchsatz" oben halten. Trotzdem kippt zu viel Dünger irgendwann ins Gegenteil.
Mineralische Dünger in höherer Dosierung passen nur zu "erfahrenen Growern", die entsprechende EC-Messgeräte haben. Wichtig ist außerdem, den Drain im Blick zu behalten. Der Drain, also das Wasser, das in den Untersetzer läuft, verrät einem nämlich viel früher, wie viel Salz im Substrat steckt.
Düngt man dauernd mit hohem EC-Wert, liegt das Wasser nach dem Durchsickern oft deutlich über dem Wert des ursprünglichen Gießwassers. Hat man das nicht im Griff, macht man sich den Grow kaputt.
Die Düngepläne nehmen weder das Topfvolumen noch die Beleuchtungsstärke mit auf. Beides sind große Faktoren dafür, wie viel Dünger maximal möglich ist.
• Mehr Substrat, also mehr Erde, puffert die Salze und verteilt sie. Die "Nährstoffsperre" kommt dadurch später
• Bei hoher Beleuchtungsstärke läuft der Stoffwechsel der Pflanze schneller, sie nimmt die Nährstoffe zügiger und effizienter auf, ohne dass sie sich zu stark ablagern
Mit organischem Dünger lassen sich keine so großen Nährstoffmengen nachlegen, dafür spart man sich eine Menge Aufwand und Fehler. Das dauernde EC-Messen ist nicht so wichtig, und im Normalfall, solange man es nicht völlig übertreibt, kann man sich den Grow damit auch nicht "ruinieren".
Wofür man sich auch entscheidet, man braucht ein Gefühl dafür. Viel hilft nicht viel. Weniger ist mehr.
Vom Marketing der Düngerhersteller sollte man sich nicht zu stark leiten lassen. Ich sage mal vorsichtig: lieber nur die Hälfte der Menge nehmen. Gerade am Anfang, wenn man nicht einschätzen kann, wo zu viel anfängt.