Im Nachhinein lässt sich das meiner Meinung nach nur schwer beurteilen.
Nach dem Trocknen, und vor allem wenn langsam und schonend mit etwas Restfeuchte getrocknet wurde (Fermentation), geht die Farbe oft deutlich ins Goldene bis Bräunliche. Je länger gelagert wird, desto stärker wird das meistens. Dahinter steckt der Abbau von Chlorophyll, und fürs späte Raucherlebnis ist das eher ein gutes Zeichen. Weniger Chlorophyll bedeutet in der Regel ein merklich milderes Rauchen und weniger Kratzen.
Bei mir sieht Cannabis, das ein Jahr im Glas gelegen hat, völlig anders aus als frisch geerntetes. Es ist klar bräunlicher beziehungsweise blasser. Frisch geerntetes ist dagegen meist noch recht grün.
Damit man das hier überhaupt sinnvoll einschätzen kann, fehlen uns im Moment die Grundlagen. Man müsste also etwas systematischer vorgehen:
• Wie wurde angebaut? Haben sich gegen Ende der Blüte schon auffällige Verfärbungen gezeigt, etwa vertrocknete Blätter oder Stellen, die durch Lichtstress ausgeblichen sind?
• So etwas bleibt nach dem Trocknen erhalten und führt zu helleren Stellen, ohne dass gleich Schimmel im Spiel sein muss.
• Wie waren die Bedingungen während des Grows? Gab es in der Blütephase durch die Feuchtigkeit bereits ein Schimmelrisiko?
• Wie hast du getrocknet, lag die Raumluftfeuchte eher hoch oder niedrig, und wie warm war es?
• Wurde in Gläsern mit Restfeuchte fermentiert?
Schimmel sieht meist gräulich und pelzig aus. Die Sporen lösen sich bei Berührung leicht und hinterlassen graue Rückstände.
Nach Schimmel sieht das auf den Bildern für mich eher nicht aus. Mein Eindruck ist, dass da Stellen schon in der Blütephase vertrocknet sind und sich das entsprechend in der trockenen Blüte zeigt. Weil sich Blätter zum Ende der Blüte ohnehin häufig verfärben, also herbstlich wirken, ist es nicht ungewöhnlich, dass ein Teil noch grün ist, ein Teil gelblicher und manches ins Lilane geht. Bei manchen Phänotypen kommt zusätzlich ganzes oder teilweises „Purplen“ vor.
Mit ein paar zusätzlichen Angaben kann man das viel genauer betrachten, statt nur nach Gefühl und mit lauter Unbekannten zu urteilen.
Wenn du zu den Punkten in der Aufzählung noch etwas schreibst und, sofern vorhanden, Bilder vom Ende der Blüte vor der Ernte zeigst, hilft uns das für eine deutlich fachlichere Einschätzung sehr weiter.