Über Jahrhunderte hat die Seefahrt eine Menge weitergegeben – nicht über Wolkennamen, sondern über Erfahrung.
Am wichtigsten war für mich immer:
Kommt erst der Wind und dann der Regen, dann kannst Dich schlafen legen. Typisch für ein Gewitter: Es beginnt zu wehen, die Richtung dreht, dann knallt es und es schüttet heftig. Danach ist die Sache durch.
Kommt erst der Regen, dann der Wind, dann Seeman stehe auf geschwind. Typisch für ein dickes Tief, bei dem es erst mal nicht besser wird. Auf Fehmarn steht das Niobe-Denkmal – alle ertrunken, weil der Kapitän bei Flaute und einsetzendem Regen die Segel setzte und bei der ersten Böe die Ladung verrutschte. Mann und Maus tot.
Und außerdem:
Ein gerader Wolkenstrich, unter dem hier und da weiße Wolken durchziehen:
In 10 bis 15 Minuten hast du Sturm. Und mit Sturm meine ich 10 bis 12 Bft.
Genau so.
Die Segelyachten haben sich bei der ersten Böe um 45° auf die Seite gelegt. Zehn Minuten später war alles wieder in Ordnung.
Das habe ich alles mehrfach erlebt und als zutreffend erlebt.
Ich stelle es hier rein, damit die „Terrassen- und Balkonanbauer“ rechtzeitig reagieren können.
[Bild nicht übernommen]