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Woran erkenne ich, dass die Blüten reif sind?

Archiv-Mitglied AArchiv · redaktionell

Kurze Anfängerfrage: Kann das Pflänzchen schon geerntet werden oder sollte ich noch ein bisschen warten?

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Archiv-Mitglied BArchiv · redaktionell

Willkommen im Forum!

Am besten schaut man sich die Trichome an den Blütenkelchen eines Triebs an, der etwa in der Mitte der Pflanze sitzt, so bekommt man ungefähr den Durchschnitt des Reifegrads. Alternativ prüft man mehrere Stellen von oben bis unten und macht sich daraus ein Bild vom durchschnittlichen Reifegrad.

Trichome am oberen Teil des Mainbuds oder an Blättern anzuschauen, taugt zur Reifebestimmung nicht so gut, weil dort schon deutlich früher einzelne bernsteinfarbene Trichome auftauchen können.

Grundsätzlich ist deine Pflanze aber schon recht weit. Genauer können wir es dir sagen, wenn du ein Foto von Trichomen an Blütenkelchen machst, am besten von verschiedenen Stellen.

Mit einem einzigen Foto von einem Blatt kann ich dir nicht garantieren, wie der Reifegrad im Schnitt aussieht. Nach dem Blatt würde ich sagen, es kann noch 5 bis 7 Tage dauern. Es sind eben noch viele Trichome klar, auch wenn es eine kleine Gruppe bernsteinfarbener gibt, und das kann verfälscht sein, weil es ein Blatt und kein Blütenkelch ist.

Mach gern auch ein paar Fotos von weiter weg, damit man deine Blüten im Ganzen sieht.

Archiv-Mitglied AArchiv · redaktionell

Danke dir für die Antwort, ich poste gern noch mehr Bilder. Ich ziehe eigentlich zwei Pflanzen.

Nummer 1:

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Archiv-Mitglied AArchiv · redaktionell

Und hier Pflanze 2:

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Archiv-Mitglied CArchiv · redaktionell

Erster Eindruck: sieht gut aus, kann aber noch ein paar Tage stehen bleiben.

Auf den Nahaufnahmen wirken die Trichomköpfchen überwiegend noch recht klar. Im Idealfall sind alle Köpfchen milchig, also rund 70 Prozent, und dazu kommen etwa 30 Prozent bernsteinfarbene. Ernten kann man aber auch, wenn ungefähr 70 Prozent milchig und 30 Prozent klar sind. Je nachdem, wie dringend es ist.

Archiv-Mitglied DArchiv · redaktionell

Warte noch ab.

Welche Sorte ist es denn, und welche Wirkung möchtest du haben?

Archiv-Mitglied EArchiv · redaktionell

Am Blatt waren ja bernsteinfarbene Trichome zu erkennen.

Wenn du es eher beruhigend haben willst, warte noch, ansonsten kannst du ernten.

Archiv-Mitglied AArchiv · redaktionell

Es sind Bruce Banner und Super Lemon Haze, gekauft bei Hanfgarten 😊. Von der Wirkung her hätte ich es gern eher euphorisierend.

Archiv-Mitglied BArchiv · redaktionell

Ich habe mir deine Fotos angesehen. An den Blütenkelchen, und genau dort prüft man idealerweise, sind noch viele Trichome klar.

Die Beurteilung über das Blatt war wie gesagt ungeeignet. Geraucht werden hauptsächlich die Blüten, und da ist die Harzbildung am stärksten, also prüft man auch dort die Reife.

Mit mehr milchigen Trichomen steigt die THC-Konzentration noch weiter an.

Ich denke aber, in etwa 5 Tagen kannst du ernten, wenn dir ein klares High mit eher euphorisierender Wirkung lieber ist.

Möchtest du es entspannter, dann müsstest du noch 10 bis 14 Tage warten.

Pflanze Nummer 1 scheint mir minimal weiter zu sein als Nummer 2, aber nur um etwa 3 Tage. An Pflanze 1 sehe ich etwas mehr milchige Trichome.

Ganz genau genommen könntest du also so ernten, für ein klares High mit euphorisierender Wirkung:

Pflanze 1 am 22. November.

Pflanze 2 am 25. November.

(Auf 2 bis 3 Tage kommt es aber nicht an, falls du an diesen Tagen zum Beispiel keine Zeit hast. Aber in dieser Richtung würde ich nach meiner Analyse und meinem Gefühl ernten.)

Archiv-Mitglied DArchiv · redaktionell

Ich fände es klasse, wenn du in einer Woche noch einmal Bilder von den Trichomen machen könntest. Bisher sind es überwiegend klare, deshalb wird die Wirkung eher flach ausfallen und nicht lange halten.

Wie steht es ansonsten um die Pflanze?

Sie sieht aus, als bekäme sie genug Dünger, aber ist sie auch frei von Schädlingen?

Bei einem Befall müsstest du umplanen.

Bruce Banner ist Pflanze 2, nehme ich an?

Archiv-Mitglied DArchiv · redaktionell

Gibt es schon eine Ernte?

Archiv-Mitglied AArchiv · redaktionell

Pflanze 1 ist geerntet 🙂

[Bild nicht übernommen]

Archiv-Mitglied BArchiv · redaktionell

Falls du das nicht so gemacht hast, hier meine Empfehlung für die nächste Pflanze oder den nächsten Grow:

Wenn du aromatisches, gut rauchbares Cannabis mit maximalem Terpenprofil und maximalem Cannabinoidgehalt willst, solltest du die Pflanze im Ganzen trocknen. Also die komplette Pflanze oder mindestens große Teile davon kopfüber im Dunkeln aufhängen, bei rund 50 Prozent Luftfeuchtigkeit und etwa 16 bis 20 °C. Dann lässt du sie etwa 9 bis 14 Tage trocknen, je nach Feuchte, Temperatur und Dichte der Pflanzenmasse. Sobald die Stiele beim Knicken leicht knacken, ist die Restfeuchte optimal. Staubtrocken sollte es nicht sein, leichtes Knacken ist ein guter Anhaltspunkt. Bricht es sofort wie ein trockener Ast im Wald, war es zu lange. Erst danach trimmst du die Blüten, also DryTrim, und kannst mit der Restfeuchte im Glas noch etwas weiter fermentieren.

Wer die Pflanze gleich zerschneidet und nur die einzelnen Blüten trocknet, bekommt keinen guten Chlorophyllabbau, und das Cannabis wird kratzig. Durch das zu schnelle Trocknen gehen außerdem mehr Terpene und Cannabinoide verloren.

Archiv-Mitglied EArchiv · redaktionell
Wer die Pflanze gleich zerschneidet und nur die einzelnen Blüten trocknet, bekommt keinen guten Chlorophyllabbau, und das Cannabis wird kratzig. Durch das zu schnelle Trocknen gehen außerdem mehr Terpene und Cannabinoide verloren.

Das stimmt garantiert.

Nur was machen Grower, denen die Möglichkeit oder der Platz dafür fehlt?

Archiv-Mitglied EArchiv · redaktionell

Moin, von fast allen deiner Beiträge bin ich absolut begeistert, aber ich bin hier beim Thema Cannabis noch Neuling.

Ganz ehrlich gefragt:

Sind das zu 100 Prozent deine eigenen Antworten oder kopierst du aus KIs?

PS:

Über eine PN würde ich mich immer noch freuen.

Archiv-Mitglied EArchiv · redaktionell

Ist das deine Ernte?

Archiv-Mitglied AArchiv · redaktionell

Hallo zusammen und vielen Dank für die Tipps. Ja, das ist meine Ernte, und die Pflanze habe ich natürlich in etwa 10 Teile geteilt und ein paar Tage zum Trocknen aufgehängt. Der einzige Raum, der dafür sinnvoll taugt, weil er stockdunkel ist, wird leider automatisch klimatisiert, dadurch liegt die Luftfeuchtigkeit dort relativ niedrig bei etwa 40 Prozent. Deshalb sind die Pflanzenteile schon in 3 bis 4 Tagen trocken. Danach habe ich einen Dry-Trim gemacht, und jetzt schlummert die Ernte mit ein paar 62-Prozent-Boveda-Pads in größeren Gläsern. Etwas zeitversetzt ist Pflanze 2 genauso behandelt worden. Ich lüfte die Gläser immer mal, aber die richtige Temperatur und Feuchtigkeit für die Dauerlagerung ist schon erreicht. Am Ende sind es dieses Jahr mit 2 Pflanzen 50 g geworden, letztes Jahr waren es 46 g.

Archiv-Mitglied BArchiv · redaktionell
Sind das zu 100 Prozent deine eigenen Antworten oder kopierst du aus KIs?

Die Antworten schreibe ich natürlich selbst. In seltenen Fällen recherchiere ich noch etwas nach. Kopierte KI-Antworten verwende ich nicht, und generell halte ich mich lieber an Studien oder wissenschaftliche Versuche. KI kann hilfreich sein, antwortet aber oft so, wie es der Benutzer hören will. Die Antwort ist also häufig nicht neutral, sondern die KI versucht, den Fragesteller zufriedenzustellen, und kann dabei halluzinieren, sich also Unwahrheiten ausdenken.

Das richtige Trocknen ist mir aber schon länger bekannt, dazu habe ich vor Monaten einige YouTube-Videos gesehen, auch mit Statistiken. Dort wurde unter anderem untersucht, wie sich Terpen-, Chlorophyll- und Cannabinoidgehalt verändern, wenn schonend oder schnell getrocknet wird. Man ist sich hier einig, dass die schonende, langsame Trocknung der ganzen Pflanze die besten Ergebnisse liefert. Züchter empfehlen diese Methode in ihren Wissensbereichen ebenfalls. Alternativ eignen sich auch die DryFerm Bags gut für eine schonende Trocknung, also die echten, nicht die falsch benannten.

Das stimmt garantiert. Nur was machen Grower, denen die Möglichkeit oder der Platz dafür fehlt?

Ich weiß, dass das bei dir so ist. Hier beziehe ich mich aber natürlich auf den Fragesteller aus dem Thema. Der hat seinen Grow inklusive Blüte indoor gemacht. Also besteht sehr wahrscheinlich die Möglichkeit, dass er die Pflanzen in seinem Growraum oder einem anderen Raum zum Trocknen aufhängen kann.

Weil vorher nichts zum Trocknungsvorgang gesagt wurde, inzwischen ja schon, wollte ich diese wertvollen Tipps zum optimalen Trocknen natürlich weitergeben.

Im Fall oben, wo drinnen wegen des Geruchs nicht getrocknet werden kann, ist es natürlich schwieriger. Dann bleiben aus meiner Sicht zwei gute Optionen:

• Wenn das Wetter mitspielt, die Temperaturen sollten über 15 Grad liegen, draußen oder auf dem Balkon trocknen, als ganze Pflanze oder in größeren Teilen. Natürlich vor Regen geschützt und idealerweise auch vor starkem Lichteinfall. Wer eine Gartenlaube hat, kann dort gut trocknen. Je nach Wetterlage kann es dann etwas dauern. Bei Autoflowern, die ihre Blüte ebenfalls normal starten, hat man eigentlich noch den August zum Trocknen.

• Die zweite Möglichkeit sind die echten DryFerm Bags, in denen man einfach indoor in den Beuteln trocknet. Gerüche dringen dort nur minimal durch, die Feuchtigkeit entweicht aber.

Kleinere Pflanzenteile auf einem Netz zu trocknen, ist nicht wirklich eine schonende Trocknung, geht im Notfall aber auch. Besonders dann, wenn es wegen Wetter und Kälte nicht anders möglich ist und man für die Indoortrocknung keine DryFerm Bags nutzen möchte.

Auch hier gibt es viele Wege, und jeder soll selbst entscheiden, was er unter seinen Umständen umsetzen kann. Empfehlen kann ich bei Outdoorgrows natürlich die beiden aufgelisteten Methoden. Geht es nicht anders, muss eben eine Alternative mit nicht perfekten Ergebnissen herhalten.

Zur Ernte oben: So wie du getrocknet hast, passt das ja recht gut. Durch die geringe Feuchtigkeit vielleicht etwas zu schnell, aber perfekt läuft es nun mal nicht immer. Gratulation zur erfolgreichen Ernte mit der maximal möglichen Menge pro Person.

Archiv-Mitglied EArchiv · redaktionell

Von mir ein echtes, fast unglaubliches Kompliment. Mit deinen ausführlichen Antworten bist du das Herz dieses Forums.

Ich habe deutlich von dir gelernt, nur im Nachhinein frage ich mich so einiges.

Du hast eine Billiglösung ausführlich beschrieben, dazu Experimente mit kleinen Töpfen und eigenen Mitteln. Super. 👍

Mit deiner Technologie hast du dir deinen Bedarf selbst gedruckt, unglaublich, aber toll. 🤣 👍 🤣

Für mich bist du eigentlich ein Forscher mit fast unglaublichem Wissen. Mir haben deine Experimente sehr weitergeholfen.

Aber warum empfiehlst du, der seine Beleuchtung selbst sehr erfolgreich und extrem günstig gebaut hat, dann Beleuchtung für über 1.000 Euro?

Archiv-Mitglied BArchiv · redaktionell

Wir schweifen hier gerade etwas ins Offtopic ab, aber da das Thema ja schon durch ist, antworte ich trotzdem an dieser Stelle.

Aber warum empfiehlst du, der seine Beleuchtung selbst sehr erfolgreich und extrem günstig gebaut hat, dann Beleuchtung für über 1.000 Euro?

Du beziehst dich wahrscheinlich auf einen anderen Beitrag von mir.

Darin geht es darum, was man als Themenersteller beachten sollte und wie man als Antwortender seine Antwort neutral und auf die Bedürfnisse des Fragestellers zugeschnitten formuliert.

Eine Lampe für 1000 Euro empfehle ich dort nicht.

Geschrieben habe ich:

Es sollte keine Rolle spielen, wie das Ziel erreicht wird, denn jeder hat andere Ansprüche. Auch wenn eine Growlampe für 1000 Euro die bessere Wahl wäre, ist es nicht falsch, mit günstigen Mitteln zum Ziel zu kommen, selbst wenn das Ergebnis am Ende schlechter ausfällt.

Das heißt in etwa: Jeder darf und soll sein Ziel mit seinen Mitteln und Wünschen umsetzen können. Ob dabei teures oder günstiges Equipment im Spiel ist, sollte keine Rolle spielen.

Ich betone dabei nur, dass eine Growlampe für 1000 Euro sehr wahrscheinlich bessere Ernten bringen würde als eine sehr günstige, dass aber jeder seinen eigenen Weg wählen und finden soll. Es soll Spaß machen, jeder hat ein anderes Budget, und die meisten wollen gar nicht zwingend Idealbedingungen erreichen.

Ich will damit sagen, dass Perfektionismus nicht der Punkt ist, sondern das, was mit den vorhandenen Mitteln machbar ist. Je nachdem eben, was der Grower oder Fragesteller schreibt und vorhat.

Ich kenne durchaus Foren, in denen sogenannte Profis mit ihrem Perfektionismus für viel Ärger sorgen, für den Fragenden nämlich, weil sie keine Rücksicht auf dessen Vorstellungen nehmen. Dort wird es nicht geduldet, wenn jemand mit günstigen Mitteln arbeitet, das wird gleich als Müll abgestempelt. Da heißt es dann, nur die perfekte Lampe in Kombination mit Hydroponik sei das Wahre.

Genau solche Antworten will man eigentlich nicht.


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