Einen reinen PK-Dünger braucht man für die Blütephase eigentlich nicht.
Cannabis hat auch in der Blüte einen Stickstoffbedarf, nur eben etwas geringer als im Wachstum.
Wenn du einen Dünger mit etwas weniger Stickstoff, dafür mehr Phosphor und Kalium findest, also zum Beispiel NPK 3-5-5 oder so ähnlich, dann passt das für die Blütephase schon.
Solche PK-Dünger gibt es als Blütedünger-Zusatz. Den nutzen oft "professionelle" Grower, um gegen Ende der Blüte den Phosphor- und Kaliumgehalt zu erhöhen. Das ist praktisch, weil man sich dann eine Düngerlösung mischen kann, in der man genau diese beiden Stoffe regeln kann.
Nötig ist es aber nicht, das ist eher was für Leute, die noch die letzten 3 % aus dem Grow herauskitzeln wollen.
Für einen "normalen" Grower reicht ein Dünger mit entsprechend weniger Stickstoff und mehr Phosphor und Kalium über die ganze Blütephase. Die letzten Prozente herauszuholen und dafür verhältnismäßig viel Geld auszugeben, rentiert sich nicht.
Es lohnt sich, wenn man hydroponisch anbaut, eine sehr gute Growlampe hat und sowieso schon 3000 € für die Ausrüstung ausgegeben hat, um jetzt noch an den letzten Stellen zu feilen. Es ist einer der letzten Optimierungsschritte in der Kette, ganz am Ende kommt meiner Meinung nach CO2.
Bei unseren Grows verpufft der größte Teil des Potenzials ohnehin schon durch schlechte Bedingungen. Draußen sind das zum Beispiel Wolken, Regen, nicht optimale Temperaturen und Schädlinge, drinnen geht viel durch eine zu schwache LED verloren.
Damit verlieren wir meistens schon 40 bis 70 % von dem, was unter Idealbedingungen möglich wäre. Die 3 Prozent, die mit PK-Dünger noch drin sind, fallen dabei nicht ins Gewicht, wirtschaftlich noch weniger. Da sollte man erst an anderen Stellen ansetzen, bevor man dieses Thema angeht.