Verwendet habe ich den Growmix mit Perlite von Plagron, davor zuerst den Lightmix. Vor dem Rausstellen habe ich sie aber in große Kübel umgetopft, etwa 35 Liter pro Pflanze.
Der Plagron Growmix ist mineralisch vorgedüngt, und weil deine Pflanzen erst frisch in dieser Erde stehen, halten die Nährstoffe auf jeden Fall noch länger. Dein Topfvolumen ist für die noch kleinen Pflanzen ja auch sehr großzügig. Die Erde ist noch längst nicht komplett durchwurzelt, da ist noch viel zu holen.
Realistisch brauchst du also zwei bis drei Wochen ziemlich sicher keinen Dünger. Die Pflanzen im Auge behalten bleibt aber trotzdem sinnvoll.
Ich vermute, du bist davon ausgegangen, dass ich Ende Juni mit Stecklingen anfange. Aber wie wäre es, wenn ich dann eine fertige Pflanze kaufe? Bei Hanfgarten.de sind die ja schon 20 bis 40 cm groß. Damit müsste doch ein gutes Wachstum und ein zufriedenstellender Ertrag drin sein, oder sehe ich das falsch?
Ich hatte sogar an die Keimung aus einem Samen gedacht. Eine fertige Pflanze mit 20 bis 40 cm ist wahrscheinlich schon drei bis vier Wochen alt.
Das passt auf jeden Fall, dann darfst du sogar mit einer recht großen Pflanze rechnen, die etwa 150 g trocken bringen kann.
Ich bin ohnehin optimistisch, dass es mit deinen drei Pflanzen klappt. Viel kann da kaum schiefgehen. Bei den momentan sehr langen Tagen werden sie die Umstellung aufs Wachstum ganz sicher schaffen.
Solange kein Unglück passiert, also starker Wind, der sie umknickt, oder extremer Schädlingsbefall, werden die bis zur Ernte Mitte bis Ende Oktober noch ordentlich groß.
Das größte Risiko ist der Herbst. In der mittleren bis späten Blüte werden die Blüten sehr schimmelanfällig. In dichten Buds sammelt sich bei Regen oder hoher Luftfeuchtigkeit Feuchtigkeit, und dann kann von innen heraus Grauschimmel entstehen, also Budrot. Outdoor passiert das bei photoperiodischen Sorten sehr oft, weil Cannabis nicht für unsere Klimazone gemacht ist. Je nach Sorte wird es bei uns in Deutschland leider erst Mitte Oktober bis Anfang November fertig, und da spielt das Wetter dann häufig nicht mehr mit: viel Regen, kühle Temperaturen.
Die meisten photoperiodischen Sorten lassen sich hier, von wenigen Ausnahmen abgesehen, nur improvisiert anbauen. Oft muss man wegen Grauschimmel oder zu kühler Temperaturen noternten.
Schlimm ist das nicht zwangsläufig, aber man trifft dann eben häufig nicht den idealen Erntezeitpunkt und bekommt keine Blüten mit entsprechend hohem THC-Gehalt. Es wird dann oft etwas milderes Cannabis.
Die Alternative sind Autoflower, damit ist es leichter. Sie brauchen nur rund 2,5 Monate bis zur Ernte und blühen unabhängig von der Tageslänge, lassen sich also komplett im Sommer bei viel besserem Wetter bis zur Reife bringen. Der große Nachteil ist der Ertrag, der liegt oft nur bei 15 bis 70 g trocken.
• Photoperiodische Sorten
• ideal für Indoor
• Outdoor in Deutschland anspruchsvoll und mit unplanbaren Risiken
• Autoflower
• gut für Deutschland geeignet
• besser planbar
• weniger Risiken
• kommen meist vollständig zur Reife
• bei schlechtem Wetter kann aber auch hier in der späten Blüte Grauschimmel auftreten