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Eigene Cannabissamen herstellen: so gehe ich vor

Archiv-Mitglied AArchiv · redaktionell

Cannabis züchten und eigene Samen gewinnen.

Ich zeige hier ein paar Fotos und beschreibe kurz, wie bei mir die Samenherstellung abläuft.

Auf dem Bild ist eine männliche Pflanze. Viele Anfänger unterliegen einer Art „erster Blütenverzerrung“ und greifen zum schnellsten und größten Männchen, obwohl genau das die am wenigsten erwünschten Eigenschaften sind. Gerade bei großen Exemplaren geht die Energie in die Stängelproduktion, so wie bei Hanf. Uns geht es aber um Blüten, also sollte man die Männchen mit Bedacht aussuchen.

Sobald sich seine Blüten öffnen, lässt sich Pollen einsammeln.

Mit einem Pinsel trägt man etwas Pollen vorsichtig auf eine Blütenstelle einer weiblichen Pflanze auf, etwa drei bis vier Wochen nach Blütebeginn.

Nach der Bestäubung verfärbt sich die Narbe innerhalb von 8 bis 24 Stunden dunkler. Das ist das Zeichen, dass es geklappt hat.

Nach 24 Stunden kann man die Stelle zusätzlich mit Wasser einsprühen oder benebeln, um nicht genutzten Pollen unwirksam zu machen.

Bis ein Samen reif ist, dauert es vier bis sechs Wochen, abhängig von der Genetik der Pflanze.

Statt auf ein Saatgutunternehmen angewiesen zu sein, kann man seine Samen also selbst produzieren. Zur Cannabiszucht gehört noch viel mehr Wissen, aber hier geht es wirklich nur um die Samenherstellung und nicht um eine vollständige Abhandlung über Züchtung.

[4 Bilder nicht übernommen]

Archiv-Mitglied BArchiv · redaktionell

Danke für deinen Beitrag. Ich habe eine Weile ebenfalls gebreedet, mit männlichen Pflanzen und auch mit weiblichen für feminisierte Samen. Die weiblichen habe ich zweimal täglich mit Silberwasser (50 ppm) eingesprüht, bis sich die männlichen Blüten klar ausgebildet hatten. Gezwittert hat diese Sorte bislang nicht. Wer mit Silberwasser arbeitet, sollte aber eher zu 100 ppm greifen. Bei 50 ppm, wie in meinem Fall, zieht sich das länger hin und man muss häufiger sprühen.

Archiv-Mitglied AArchiv · redaktionell

Vielleicht bist du tatsächlich der Erste, der zuhört, weil du dem Marketing ja schon auf den Leim gegangen bist. Du hast nicht nur Geld für etwas ausgegeben, das du nicht brauchst, es hat dir zusätzlich die Ernte verdorben. Ich bin hier, um den Leuten in Deutschland zu zeigen, was wirklich läuft und wie sie ausgenutzt und für dumm verkauft werden.

Archiv-Mitglied CArchiv · redaktionell

Eigentlich wirklich zum Lachen.

Drei Pflanzen pro Erwachsenem und dann noch selbst züchten?

Ich bin schon zufrieden, wenn ich darauf vertrauen kann, dass die Samen überhaupt bei mir ankommen.

PS: Was machst du eigentlich mit deinen 200 bis 500 Samen nach der Ernte?

Archiv-Mitglied DArchiv · redaktionell
Bessere Samen als die von Mutter Natur vorgesehenen gibt es nicht. Diese künstlichen Kreationen schaffen mehr Probleme, als sie lösen.

Hybrides F1-Saatgut für Reis oder Weizen, das Kleinbauern aufgeschwatzt wird und sie von den Herstellern abhängig macht, ist tatsächlich ein Problem. Zum Glück muss für mein Weed kein Kleinbauer ackern, denn ich habe, wie sicher viele andere auch, die Möglichkeit zum Eigenanbau.

Also: Ja, ich will eine breite Auswahl an Genetiken. Mutter Natur hält vielleicht ein gewisses Deck in der Hand, aber auf lange Sicht ist damit nicht mehr drin als Blinds klauen.

Wie zwiespältig diese Aussage ist, lässt sich kaum noch steigern, wenn man an das riesige Angebot an Nutzpflanzen im Supermarkt denkt, von dem der Autor mit Sicherheit auch fast täglich etwas kauft.

In diesem Sinne.


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