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Early Girl indoor vorziehen für die Outdoorsaison

Seite 2 von 2 · zum ersten Beitrag

Archiv-Mitglied AArchiv · redaktionell

Größere Töpfe gibt es erst beim Umtopfen, und für die Anzucht würde ich sogar noch kleinere nehmen.

Dann könnte ich das Zelt voller stellen, und Übergießen fällt schwerer.

Bei der ganzen Gießfrage muss man auch RLF und Temperatur mitdenken. Momentan habe ich im geschlossenen System einen VPD von 0,7. Das ist zu niedrig, entsprechend verdunstet das System aus Pflanze und Substrat nur wenig Wasser.

Solche Fehler verstärken sich offenbar auch gegenseitig.

Trauermücken lassen die Pflanzen kümmern, die Pflanzen verdunsten dadurch weniger Wasser, und das kommt wieder den Trauermücken zugute, die feuchte Erde mögen.

Danke euch beiden. Bis Samstag lasse ich es erst mal so laufen.

Archiv-Mitglied DArchiv · redaktionell
Wer schlecht abschätzen kann, wie viel Wasser nötig ist, kann sich grob am Topfvolumen orientieren. Etwa 20-25 % des Volumens passen recht gut, wenn das Substrat fast trocken ist.

Äh ja, wenn ich genauer darüber nachdenke, ist das schlüssiger als meine Variante.

Archiv-Mitglied AArchiv · redaktionell

Einen schönen Freitagabend euch allen.

Gute Nachricht: Die am Samstag gesäten Samen sind alle aufgegangen. Das ist tatsächlich eine Keimquote von 100 %, sofern ich keinen Ausfall übersehen habe 🙂

Auf der Fensterbank sitzen 3 Samen, die heute durch die Erde gekommen sind.

Die 2 im Zelt wachsen schon seit gestern.

Damit bin ich wieder bei 5 Tagen Keimdauer. Bis hierhin bin ich mit dem Grow zufrieden.

Die Nematoden sind da und liegen im Kühlschrank. Trauermücken waren gestern noch zu sehen, heute beim Fotografieren keine. Spinnweben gibt es, allerdings nicht an den Pflanzen selbst, sondern darüber und an der Abluft. Sorgen mache ich mir deswegen noch nicht, wahrscheinlich feiern die Spinnen ein Festgelage mit Trauermücken.

Mein Plan ist jetzt, die 7 Tage Lagerzeit für die Nematoden abzuwarten und sie danach auf alle Jungpflanzen dieses Jahres zu verteilen.

Der Hinweis oben ist nachvollziehbar, nur habe ich vor dem Bestellen natürlich nicht daran gedacht, dass Neemöl den Nematoden schaden kann. Jetzt kann ich sie auch einsetzen, statt sie ungenutzt wegzuwerfen. Im schlimmsten Fall läuft beides auf dasselbe hinaus.

Gießen muss ich übrigens immer noch sehr wenig. Wenn ich die Erde antrocknen lasse, warte ich gut 5 Tage oder länger bis zur nächsten Wassergabe.

Weitere Eckdaten:

Durchschnittliche Temperatur: 23 °C

RLF: 67 %

VPD: 0,9 kPa

Die Lichtstärke habe ich nicht gemessen, sie sollte aber gleich geblieben sein.

Die Abluft habe ich vom geschlossenen wieder auf ein offenes System umgestellt. Sonst wäre die Luftfeuchtigkeit dauerhaft zu hoch gewesen. Der Nachteil: Die Heizung muss jetzt mehr arbeiten.

[4 Bilder nicht übernommen]

Archiv-Mitglied BArchiv · redaktionell

Die oberen Blätter sehen wirklich wieder ganz in Ordnung aus. Ich glaube, das pendelt sich doch noch zum Guten ein.

Was sich auch geändert hat — irgendetwas ist besser geworden.

Vielleicht bekommt ihnen die inzwischen höhere Temperatur gut, und dazu der kürzere Wechsel zwischen Nass- und Trockenphasen. Bei so niedrigen Temperaturen bleibt der Topf meist viel zu lange feucht. Jetzt, mit mehr Wärme, gibt es durch die kürzeren Nassphasen deutlich mehr Sauerstoffaustausch.

Spinnen sind deine Freunde. Solange sie nicht deine Blüten einspinnen, sind sie Nützlinge und fressen Schädlinge. Bis zur Blüte ist es ja noch hin, so lange kannst du sie ruhig als Verbündete sehen.

Archiv-Mitglied AArchiv · redaktionell

Jetzt fühlt sich das richtig an.

Was ich lerne: Ein Neuanfang ist manchmal die beste Lösung.

[Bild nicht übernommen]

Archiv-Mitglied AArchiv · redaktionell

Damit das wöchentliche Update etwas mehr hergibt:

Die Nachzügler von letzter Woche sind in der Entwicklung schon erheblich weiter als die älteren Pflanzen.

Im Topf auf der Fensterbank am Südfenster sind 3 Pflanzen aufgetaucht. Auch die wirken weiter entwickelt als die angeschlagenen alten Exemplare.

Ich überlege gerade, ob es sich überhaupt lohnt, die alten Pflänzchen weiter zu behalten.

Außerdem habe ich überlegt, die Pflanzen jetzt schon voneinander zu trennen, mich aber dagegen entschieden, weil ich vorgestern noch Nematoden ausgebracht habe. Die Gelbtafeln habe ich ebenfalls getauscht. Bisher sind seit gestern nur 3 Mücken drauf.

[3 Bilder nicht übernommen]

Archiv-Mitglied BArchiv · redaktionell

Ich würde die alten Pflanzen erst mal weiter wachsen lassen.

Es handelt sich ja um photoperiodische Sorten. Auch wenn sie durch die Probleme ungefähr 4-5 Wochen an „Idealwachstum" eingebüßt haben, ist das kein Beinbruch. Mit genügend Zeit können daraus trotzdem große Pflanzen werden, das Jahr ist ja noch jung. Und falls sie es nicht schaffen, hatten sie wenigstens die Chance. Du musst jetzt nicht handeln.

Solange du den Platz im Zelt nicht für andere Pflanzen brauchst, schadet es nichts, sie stehen zu lassen und zu schauen, wie sie sich entwickeln. Wenn die Temperaturen draußen passen, kannst du sie außerdem ins Freie stellen.

Betrachte sie als „Bonuspflanzen". Du hast jetzt welche, die stabil sind und sich gut entwickeln — wenn von den anderen noch etwas durchkommt, ist es Zugabe.

Archiv-Mitglied AArchiv · redaktionell
Ich würde die alten Pflanzen erst mal weiter wachsen lassen. Es handelt sich ja um photoperiodische Sorten. Auch wenn sie durch die Probleme ungefähr 4-5 Wochen an „Idealwachstum" eingebüßt haben, ist das kein Beinbruch. Mit genügend Zeit können daraus trotzdem große Pflanzen werden, das Jahr ist ja noch jung. Und falls sie es nicht schaffen, hatten sie wenigstens die Chance. Du musst jetzt nicht handeln.

Da ist schon was dran. Ich musste allerdings so langsam umtopfen, und heute hatte ich dafür Zeit. Dabei sind dann auch einige der alten Pflänzchen entsorgt worden.

2 habe ich übrig gelassen, weil noch Platz war. Bei der Menge an mickrigen Pflanzen hatte ich sonst Sorge wegen der Krankheitsgefahr. Vergilbte, gammelige Pflanzenteile helfen dem Raumklima selten. Ich hoffe, sie erholen sich zügig. Beim Entsorgen der Altpflanzen ist mir aufgefallen, dass die Jungpflanzen zumindest kräftig Wurzeln gebildet hatten.

Da frage ich mich: Fressen Trauermücken die Wurzeln oder das Myzel, das die Wurzeln umgibt?

Die meisten Töpfe sind die bekannten 9x9 mit 700 ml Fassungsvermögen. Umgetopft habe ich in eine selbst gemischte Komposterde.

Zuschlagstoffe: Perlit, Blähton, Horngrieß und Dolomitkalk. Die Basis ist Pflanzenerde aus dem letzten Jahr plus Kompost.

Edit: Bitte nicht denken, das wären alles Cannabispflanzen — die Erdkirsche Molly ist eine Physalis, und die Chilis mussten ja auch irgendwann umziehen.

[2 Bilder nicht übernommen]

Archiv-Mitglied AArchiv · redaktionell

Das Update heute fällt etwas liebevoller aus.

Die Early Girl im Zelt sehen super aus, vom Substrat bis zur Spitze sind es jetzt etwa 9 cm. Sie wachsen buschig und stehen inzwischen bei der 4. Nodie.

Weiß der Himmel, warum ich diese Pflanzen behalte. Die erinnern mittlerweile mehr an Palmen.

[7 Bilder nicht übernommen]

Archiv-Mitglied BArchiv · redaktionell

Mit den kleinen Pflanzen stellst du wahrscheinlich einen neuen Weltrekord auf: die kleinsten Pflanzen nach 2 Monaten Wachstum.

Zwischendurch gab es ja Hoffnung, dass sie sich noch fangen, weil wieder frische grüne Blätter kamen. Inzwischen sind aber einige Wochen vergangen, und das Wachstum liegt, wenn überhaupt, bei einem Zehntel von dem, was man erwarten würde.

Interessant ist es trotzdem. Vielleicht wird daraus ein Miniatur-Bonsai-Grow.

Die neuen sehen dagegen gut aus, da kommen sogar schon Seitentriebe.

Archiv-Mitglied AArchiv · redaktionell

Die kleinsten Pflanzen der Welt werden sie wohl nicht mehr.

Es ist erstaunlich, wie sie in der letzten Woche zugelegt haben.

Die Pflanzen draußen hatten leider weniger Glück. Der Mai fühlt sich sehr kalt und regnerisch an, wobei wir vor der letzten Regenphase eine längere Sonnenperiode hatten. Inzwischen sind sie 10 cm hoch.

Damit fehlt ihnen etwa eine gute Woche auf die zuletzt indoor gekeimten Samen. Die sind bei 15 cm und wachsen deutlich buschig und gedrungen. Von der Farbe her würde ich sagen, dass ich zu reichlich Horngrieß ins Substrat gegeben habe. Wasser brauchen sie wieder, aber gerade die zweite Early Pearl sieht für mich nach zu vielen Nährstoffen aus.

[5 Bilder nicht übernommen]

Archiv-Mitglied EArchiv · redaktionell

Huhu, die Probleme bei den kleinen Pflanzen können gut von der alten Erde kommen. Die Kleinen von draußen sehen klein, aber sehr gut aus. Die zwei drinnen stehen prima im Futter. Ich würde mir da nicht zu viele Gedanken machen — wenn sie etwas größer sind, stellen sie sich auf das Nährstoffangebot ein. Bisher mussten sie ja mit dem alten „Magermix" aus den Anzuchttöpfen auskommen, und dann ist gut vorgedüngte Erde eine große Umstellung.

Ich ziehe meine Samen und Steckis in Lightmix an und setze sie dann in Allmix. Das ist für sie auch ein harter Übergang, aber nach ein paar Tagen haben sie das weggesteckt.

Ansonsten ein spannender Grow, ich wünsche dir viel Erfolg und schaue hier weiter mit.

Gemütliche Grüße 😉

Archiv-Mitglied AArchiv · redaktionell

Kaum zu glauben, wie schnell sie groß werden 😮

Es ist unglaublich, wie vital sie gerade wirken und wie schnell sie zulegen. Zugegeben, bei der Wassergabe habe ich einmal gepennt, und schon sind die Blätter vertrocknet. Der Blattturgor war dabei unverändert hoch, deshalb habe ich das Problem lange unterschätzt.

Sieht gar nicht so schlimm aus, meint ihr?

Diese Seriotica hat es hart getroffen.

Und zum Schluss unsere Zurückgebliebenen. So zurückgeblieben sind sie inzwischen gar nicht mehr, ich schätze, sie hängen knapp eine Woche hinterher.

Durchschnittliche Temperatur diese Woche 24,6 °C

Luftfeuchtigkeit 68 %

Ergibt einen VPD von 0,9 kPa

Die größten Pflanzen bekommen an der Spitze jetzt etwa 450 µmol. Beim Messen habe ich die Lampe gerade etwas höher gehängt, weil mir 550 µmol doch reichlich vorkamen. Die erste Pflanze, die Early Pearl auf dem ersten Bild, zeigt schon Stressanzeichen: Die Blattränder im Neuaustrieb werden ganz leicht gelb, außerdem treten die Blattränder dunkelgrün hervor. Für mich ein Zeichen für Calmag-Mangel.

Die nächste Woche verbringen sie sowieso draußen bei den Outdoorjungpflanzen, von denen ich euch heute Bilder schulde.

Nur soviel:

Sie wachsen mit deutlich weniger Blattmasse und haben spürbar größere Internodien. Insgesamt geht draußen aber längst nicht so viel wie drinnen.

Genießt eure Pfingsten.

[5 Bilder nicht übernommen]

Archiv-Mitglied BArchiv · redaktionell

Sehr buschige Pflanzen.

An Licht fehlt es definitiv nicht, das sieht man am gedrungenen Wuchs.

Bei zu viel Licht bekommt man die CalMag-Sache auch nur schwer in den Griff. Dann hänge die Lampe vielleicht einfach ein Stück höher.

Wenn du sie rausstellst, gewöhne sie erst langsam an die Sonne. Zuerst ein Schattenplatz oder nur 1-2 Stunden Sonne, danach wieder in den Schatten.

Dein LED-Licht ist insgesamt stark, aber das Spektrum ist ein anderes, mit nur wenig UV. Indoorpflanzen vertragen das starke UV-Licht der Sonne erst nach einer Gewöhnung. Der Schutz baut sich schnell auf, rund 3 Tage mit zunächst wenig Sonne sollten sie zum Eingewöhnen bekommen.

Das ist wie beim Menschen: mit weißer Winterhaut ohne Eincremen direkt in die pralle Mittagssonne ist auch keine gute Idee.

Archiv-Mitglied AArchiv · redaktionell

Hier noch ein (letztes) Familienfoto.

Die Indoorpflanzen sind gestern aus dem Zelt ausgezogen und stehen jetzt halbschattig und überdacht bei den übrigen Jungpflanzen. Heute sieht es aus, als würde ihnen das sehr gut tun.

Die Wurzeln wachsen inzwischen aus den Töpfen heraus und finden ihren Weg in das Jutegeflecht darunter. Eigentlich wäre jetzt der Moment, sie auszupflanzen. Damit hätte dieser Thread auch seinen Zweck erfüllt.

Meine Voranzucht ist durch, und mit dem Ergebnis bin ich durchaus zufrieden.

Eine letzte Zahl habe ich noch: 210 kWh hat das Zelt seit März verbraucht. Überraschend viel 🙄

Die Arbeit ist damit aber längst nicht fertig. Jetzt müssen Stecklinge genommen und über einen 12/12-Lichtrhythmus die Geschlechter bestimmt werden. Danach wird aussortiert, und ganz nebenbei soll indoor auch noch gegrowt werden.

Das ist allerdings Stoff für einen anderen Tag.

Danke für eure Kommentare und eure Aufmerksamkeit, es hat viel Spaß gemacht.

[Bild nicht übernommen]

Archiv-Mitglied BArchiv · redaktionell

Kommt dann ein neues Thema, in dem der Outdoorgrow weitergeht?

Archiv-Mitglied AArchiv · redaktionell

Ja, den Outdoorgrow wird es geben, ich bin mir nur noch nicht sicher, in welcher Form. Im Moment habe ich 7 Early Pearl Pflanzen, das ist für unseren Haushalt zu viel.

Die beiden, die am Anfang stark geschwächelt haben, fallen eigentlich raus. Ich habe etwas Sorge, dass durch den Stress am Anfang die Gefahr des Zwitterns zu stark steigt ...

Ohne die beiden bleiben 5 Pflanzen: 3 aus der Fensterbankanzucht und 2 aus der Zeltanzucht.

Weil es reguläres Saatgut ist, hätte ich gerne eine männliche und zwei weibliche Pflanzen. Um das sicher zu wissen, müsste ich entweder einen Labortest machen lassen (15 € pro Pflanze) oder Stecklinge zum Blühen bringen, was etwa 4-5 Wochen dauert.

Archiv-Mitglied AArchiv · redaktionell

Und es geht weiter.


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