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Absterbende Blätter und Wachstumsstopp in der Blüte

Archiv-Mitglied AArchiv · redaktionell

Zum Blütestart habe ich rund 3 g Feedingbloom je Liter gegeben und dann in der vierten Woche noch einmal 20 g. Eine Pflanze legt seitdem nichts mehr zu und die Blätter gehen kaputt. Den Dünger habe ich abgekratzt und gieße seit vier Tagen wieder normal.

Zelt 120×120 Lampe 500 Watt no name Abstand 30 cm Venti Marshydro Luftfeuchte 50 % Temperatur 25 Grad 15-Liter-Stofftöpfe 4–5 Liter Wasser alle 2 Tage Dünger Feedingbloom: erste Blütewoche 3 g je Liter, vierte Woche 20 Gramm Gerade Anfang der fünften Woche Sorte Black Runtz Abluft Marshydro pH wurde nicht angepasst Dünger vegetativ Feedinggrow

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Archiv-Mitglied AArchiv · redaktionell

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Archiv-Mitglied AArchiv · redaktionell

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Archiv-Mitglied AArchiv · redaktionell

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Archiv-Mitglied BArchiv · redaktionell

Das wirkt nach einer klassischen Überdüngung, also einem Nährstoffbrand. Braune Spitzen, aufgehellte Ränder an den Blättern.

Die 20 g waren dann wohl doch ein bisschen zu gut gemeint.

Ich würde jetzt etwa 10 Tage komplett auf Dünger verzichten und nur Wasser geben, danach dann behutsam wieder einsteigen. Aber 20 g auf einmal würde ich nicht wiederholen, das sieht deutlich nach zu viel aus.

Archiv-Mitglied AArchiv · redaktionell

Merkwürdig finde ich, dass vier Pflanzen dieselbe Menge abbekommen haben und nur eine davon so aussieht. Eine andere ist dagegen hellgrün und wird unten an den Blättern gelb.

Jetzt weiß ich nicht, ob die eine überdüngt und die andere unterdüngt ist. Man gibt ja gleich am Anfang etwa 50 g Dünger und muss danach eigentlich nicht mehr nachlegen, weil sich die Pflanze nach und nach alles holt. Ich dachte nur, sie brauchen noch etwas, weil es beim letzten Grow genauso gelaufen ist.

Archiv-Mitglied CArchiv · redaktionell

Dass verschiedene Pflanzen unterschiedlich viel Nährstoffe brauchen, ist durchaus möglich.

Zeig doch gern auch von der anderen Pflanze Bilder

Die Pflanzen auf den Fotos wirken jedenfalls schon gut versorgt

Archiv-Mitglied BArchiv · redaktionell

Im ersten Moment wundert einen das, ich kenne es aber aus eigener Erfahrung, und man kann es erklären:

Je nach Genetik und Phänotyp, also den genetischen Unterschieden zwischen Pflanzen aus denselben Samen, gehen Pflanzen unterschiedlich empfindlich mit Dünger um. Dazu kommt die Größe: Wer weniger Masse hat, braucht auch etwas weniger.

Genau deshalb sind die Mengenangaben der Hersteller meistens nur eine sehr grobe Richtung.

Da hängt einiges mit drin:

• die Genetik der Pflanze (also wie empfindlich sie individuell auf zu viel Dünger reagiert)

• die Größe der Pflanze (die Pflanzenmasse)

• wie viel Erde vorhanden ist (die Topfgröße)

• in kleinen Töpfen konzentriert sich der Dünger viel schneller im Substrat, wenn der Stoffwechsel der Pflanze zu langsam läuft, und der EC-Wert wird dadurch schneller kritisch, weil kaum Puffer da ist

• der Stoffwechsel der Pflanze im Verhältnis zu ihrer Umgebung überhaupt

• er läuft schneller bei viel Licht und höheren Temperaturen (etwa 22–28 °C)

• und langsamer, wenn es kühl oder deutlich zu warm ist oder zu wenig Licht ankommt

Auf dieser Grundlage muss man die Düngergabe genau abstimmen, sonst lagern sich die Salze im Substrat an, summieren sich auf und blockieren der Pflanze irgendwann die Nährstoffaufnahme. Manche Genetiken stecken beim Düngen deutlich mehr weg als andere.

Man muss im Laufe des Grows ein Gespür dafür bekommen, welche Pflanze wie viel verträgt, und die Größe beziehungsweise Masse grob mit einrechnen.

Bei dir ist aber noch alles im Rahmen. Bisher sehe ich vor allem größere Fächerblätter mit deutlichen Nährstoffbränden. Die sind in deinem Blütestadium sowieso nicht mehr besonders wichtig. Wenn sie zu "verkrüppelt" sind, kannst du sie auch einfach abnehmen, das schadet der Pflanze nicht.

Schau dir an, wie die Pflanzen jetzt weiter reagieren, und stell die Düngergabe pro Pflanze einzeln ein, so wie oben beschrieben. Dann sollte das laufen.

Sobald die Pflanze mit den deutlichen Überdüngungszeichen die Nährstoffe "umgewandelt" hat und du erst einmal nur noch normal gießt, also ohne Dünger, kommt der EC-Wert von selbst wieder in einen guten Bereich. Irgendwann hört dann auch die Wachstumsverzögerung auf und alles ist wieder rund. Dass diese Pflanze danach etwas hinterherhinkt, musst du natürlich einkalkulieren und bei der Düngemenge berücksichtigen.

Archiv-Mitglied AArchiv · redaktionell

Ganz lieben Dank für deine Antwort. Ich behalte das im Auge und melde mich mit einem Bericht. Hier noch Fotos von den anderen. Mich würde dabei interessieren, ob ich noch mehr Dünger geben müsste. Und eine Pflanze steht jetzt nur noch etwa 20 cm unter der Lampe. Die Lampe hängt leider schon ganz oben.

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Archiv-Mitglied AArchiv · redaktionell

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Archiv-Mitglied AArchiv · redaktionell

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Archiv-Mitglied AArchiv · redaktionell

Dankeschön!

Archiv-Mitglied BArchiv · redaktionell

Dass die großen Blätter, also die Fächerblätter, vor allem im unteren Bereich der Pflanze ab Mitte der Blüte gleichmäßig gelb werden, gegen Ende noch gelber und dann absterben, ist völlig normal.

Evolutionär ist das genau so gedacht. Die Pflanze merkt, dass ihr Zyklus zu Ende geht, und zieht die Energie aus den Blättern, die sie nicht mehr braucht, um sie in die Blüten zu stecken. Eine Cannabispflanze will möglichst dicke, harzige Blüten haben, damit sie im Idealfall bestäubt wird und Nachkommen zeugen kann. Das ist Evolution: überleben und die Genetik weitergeben.

Große Blätter, die in der mittleren bis späten Blüte gleichmäßig aufhellen, gelb werden und irgendwann eingehen = normal.

Eine Überdüngung erkennt man an:

• braunen oder gelben Blatträndern und Blattspitzen – ein klares Zeichen

• verkrümmten, eingerollten Blattspitzen, den sogenannten Adlerkrallen – ebenfalls klar

• und unter Umständen starken braunen Flecken (das allein ist aber kein Beweis, weil solche Flecken auch andere Ursachen haben können)

Die beiden großen gelben Blätter kommen ganz klar vom Blütestadium und sind, wie gesagt, normal!

Archiv-Mitglied DArchiv · redaktionell

Willkommen im Forum. Nur als Tipp: Du kannst in einem Beitrag auch mehrere Bilder unterbringen. Beim Hochladen einfach mehrere auf einmal auswählen.

Archiv-Mitglied EArchiv · redaktionell
Und eine Pflanze steht jetzt nur noch etwa 20 cm unter der Lampe. Die Lampe hängt leider schon ganz oben.

Du kannst den Trieb vorsichtig zur Seite abknicken, so dass er waagerecht auf derselben Höhe wie die anderen Triebe liegt. Oder du hängst ein Netz ins Zelt und flichtst die Nachzügler dort ein. Bei mir auf dem Bild unten ist das einfach etwas Paketschnur, seitlich mit so Kabelclips mit Nagel befestigt. Auf dem Foto erkennt man es nicht besonders gut, aber ein Teil der Triebe ist abgeknickt und eingeflochten, damit alles ungefähr auf einer Höhe steht.

Mich würde dabei interessieren, ob ich noch mehr Dünger geben müsste.

Ich würde beim Düngeschema bleiben und nicht noch zusätzlich draufgeben, falls du das meinst. Es kommt auch darauf an, wann du ernten willst, denn dann solltest du gar nicht mehr düngen, also 2–3 Wochen vorher Schluss machen. Soweit ich weiß, gilt das bei biologischem Dünger genauso. Kann aber sein, dass ich mich da irre.

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Archiv-Mitglied AArchiv · redaktionell

Ok

Bei einigen Pflanzen entwickeln sich die Buds richtig gut, und die zwei großen mit der Überdüngung sind weit im Rückstand ... woran hängt das?

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Archiv-Mitglied AArchiv · redaktionell

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Archiv-Mitglied BArchiv · redaktionell

Stress bremst eine Pflanze erst einmal grundsätzlich im Wachstum, mindestens kurzfristig.

Und eine Überdüngung ist für die Pflanze ordentlich Stress. Je nachdem, wie stark sie ausfällt, kann das Wachstum sogar ein bis zwei Wochen leiden. Ist der EC-Wert im Substrat durch den Dünger obendrein zu hoch, stecken dort zu viele Salze. Die Pflanze bekommt dann schlechter Wasser aufgenommen, und damit hakt auch die Nährstoffaufnahme. Das beruhigt sich erst langsam wieder, wenn neutrales Wasser dazukommt.

Deshalb ist beim Düngen Vorsicht so wichtig.

Eine einzige Überdüngung kann die Pflanze eine Menge Wachstum kosten. Meistens fährt man besser, wenn man zurückhaltend düngt statt es besonders gut zu meinen. Nachdüngen geht später immer noch, aber ein Schaden durch Überdüngung lässt sich hinterher nicht mehr zurückdrehen.

Viel hilft nicht viel – beim Gießen genauso wenig wie beim Düngen.

Dass sich Buds unterschiedlich schnell entwickeln, hängt allerdings auch an der Genetik der Pflanze. Dass das nicht bei allen Pflanzen gleich schnell läuft, ist normal.

Archiv-Mitglied AArchiv · redaktionell

Danke für die Antwort

Beim letzten Grow hatte ich genauso gedüngt und die Buds sind so dick geworden wie ein Baseballschläger. Ich bin jetzt Anfang der sechsten Blütewoche. Ich gieße normal weiter und dünge nicht mehr. Soll ich beim Gießen den pH anpassen?

Archiv-Mitglied BArchiv · redaktionell
Beim letzten Grow hatte ich genauso gedüngt und die Buds sind so dick geworden wie ein Baseballschläger.

Ja, das nehme ich dir ab, und wie gesagt ist das auch plausibel. Es hängt eben an der Genetik der jeweiligen Pflanze, an der Pflanzenmasse selbst und an der Umgebung, also Temperatur und Lichtmenge. Eine Pflanze mit mehr Masse kann auch mehr Nährstoffe verstoffwechseln. Temperatur und Lichtmenge entscheiden mit darüber, wie viel die Pflanze überhaupt umsetzen kann. Bei niedrigeren Temperaturen oder weniger Licht braucht sie insgesamt weniger, weil der Stoffwechsel direkt an diesen Größen hängt.

Wenn es in deinem Zelt zum Beispiel nur 20 °C statt 25 °C sind, weil das Zimmer im Winter kühler ist, wirkt sich das schon direkt auf die Düngermenge aus, die die Pflanze verarbeiten kann.

Man kann sich am letzten Jahr orientieren, muss aber im Blick behalten, ob die Bedingungen wirklich dieselben sind. Wie eine andere Genetik auf den Dünger reagiert, weiß man vorher oft nicht, und wie viel "Pflanzenmasse" gerade da ist, kann man ebenfalls nur schätzen. Grundsätzlich ist es aber ein guter Anhaltspunkt, es ähnlich zu machen wie im Vorjahr. Wenn du dann noch das mitnimmst, was ich gerade beschrieben habe, läuft es noch besser.

Soll ich beim Gießen den pH anpassen?

Das hängt davon ab, wie dein Dünger den pH-Wert verschoben hat, aber ich würde mir die Mühe nicht machen. Ich gehe davon aus, dass dein pH-Wert in Ordnung ist. Die meisten Dünger sind ohnehin so eingestellt, dass sie den pH-Wert nicht stark nach unten ziehen und ungefähr dort landen, wo Pflanzen es gut verkraften.

Wenn du es wirklich wissen willst, müsstest du im Substrat oder im Drain messen, also in dem, was bei kräftigem Gießen in der Schale ankommt. Liegt der Wert zwischen 6 und 7, ist alles gut.

Leitungswasser ist meist leicht alkalisch, also pH über 7 bis 8. Das macht normalerweise keine Probleme, weil die leicht saure Erde das wieder abfängt.

Am pH-Wert schraubt man eigentlich nur, wenn man es extrem genau haben will oder mit Düngern arbeitet, die noch nicht pH-angepasst sind. Fertige Mischungen sind in der Regel schon optimiert und brauchen das nicht zwingend.

Und der EC-Wert, also der Salzgehalt in der Erde durch den Dünger, kommt wie gesagt von allein wieder in den richtigen Bereich, wenn er zu hoch war und du eine Zeit lang nur noch Wasser ohne zusätzliche Nährstoffe gibst. Die Pflanze verstoffwechselt die Nährstoffe, dadurch sinkt der Salzgehalt beziehungsweise der EC-Wert. Irgendwann passt es wieder, und dann darf man auch wieder vorsichtig düngen.


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